Rätselraten rund um den Markt

Baustelle in Ohligs: Das Schild, das niemand aufgestellt hat

Das Schild am Beginn der Lennestraße weist auf schon lange gesperrte Parkplätze hin. Wer es aufgestellt hat, ist unklar.
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Das Schild am Beginn der Lennestraße weist auf schon lange gesperrte Parkplätze hin. Wer es aufgestellt hat, ist unklar.

Arbeiten am Markt sollen im ersten Quartal 2023 enden, dann folgt die Düsseldorfer Straße – Kosten steigen auf 6,4 Millionen Euro

Von Björn Boch

Solingen. Bereits seit Monaten wird am Ohligser Markt gearbeitet. Er soll freundlicher werden und mehr Aufenthaltsqualität bieten. Unter anderem sollen daher die Parkplätze – mit Ausnahme von Behindertenparkplätzen – wegfallen. Weil der Markt seit Monaten gesperrt ist, konnten sich die Ohligser schon mal daran gewöhnen.

Um so größer war die Verwunderung bei ST-Leserin Sabine Wichert aus Ohligs, als sie vor einigen Tagen ein Schild entdeckte, das auf die Sperrung dieser längst nicht mehr verfügbaren Parkplätze hinweist – ab 8. November. „Da mussten wir doch sehr schmunzeln“, schreibt sie uns. „Waren die Schilder nicht eher fertig geworden?“

Eine Nachfrage bei der Stadt bringt nur ein wenig Klarheit. „Wir haben bei allen möglichen Stellen nachgehört. Es scheint sich nicht um ein Schild zu handeln, das die Stadt aufgestellt hat“, erklärt Sprecherin Sabine Rische. Allerdings sei es ja noch nicht wieder möglich, durch die Aachener Straße im Abschnitt des Marktplatzes zu fahren. „Deshalb steht das Schild dort. Das Datum ist allerdings irreführend.“ Die Aachener Straße habe auch – anders als ursprünglich geplant – nicht Ende November wieder freigegeben werden können.

Das Schild ist also da und hat seinen Sinn – auch wenn nicht geklärt werden kann, wie es dort hinkam. Der Rest der Bauarbeiten indes ist offenbar besser koordiniert, auch wenn es zu Kostensteigerungen und Verzögerungen kommt. So war der Abschluss der Arbeiten am Markt für Ende 2022 geplant. „Die Bauarbeiten laufen und werden im ersten Quartal 2023 abgeschlossen“, berichtet Sabine Rische. Aktuell würden die Multifunktionsflächen gepflastert. „Außerdem laufen die Vorarbeiten für die zukünftige Stadtmöblierung.“

Für die Umgestaltung der Düsseldorfer Straße sei der Auftrag vergeben. Vorbereitende Arbeiten würden noch in diesem Jahr ausgeführt, die Tiefbauarbeiten starten etwa Mitte Januar. „Zunächst werden Leitungen verlegt. Der genaue Zeitplan wird aktuell erstellt, wir informieren dazu in Kürze. Für Anwohnende gab es vor einigen Tagen bereits eine Info-Veranstaltung“, so Rische.

Nach Ausschreibung der Bauleistungen für alle Bauabschnitte der Düsseldorfer Straße inklusive Marktplatz ergeben sich Kosten von 6,4 Millionen Euro. Den ursprünglichen Betrag von 4,7 Millionen Euro hatte die Stadt bereits Ende 2021 deutlich nach oben korrigieren müssen, aber gehofft, unter 6 Millionen Euro bleiben zu können. Rische: „Die Mehrkosten sind zum Teil auf Faktoren zurückzuführen, die sich erst im Bauablauf ergaben: Vertiefende Bodenuntersuchungen waren notwendig, zudem musste Elektro-Infrastruktur erneuert werden.“

Andere Faktoren seien hinlänglich bekannt und träfen auch hier zu, etwa erhöhte Material- und Lieferkosten. „Die gute Nachricht: Wir haben inzwischen den Förderbescheid erhalten, der auch diese Mehrkosten deckt.“

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