Großbaustelle

Baukräne am Ohligser Markt drehen sich weiter

Für den Betrachter bietet die O-Quartier-Baustelle derzeit normale Geschäftigkeit. Foto: Christian Beier
+
Für den Betrachter bietet die O-Quartier-Baustelle derzeit normale Geschäftigkeit.

O-Quartier-Investor hält sich mit Prognose zum Zeitplan zurück. Sparkasse will neuen Termin einhalten.

Von Andreas Tews

Ohligs. Auf der Großbaustelle für das O-Quartier in Ohligs bietet sich dem Betrachter auch in Zeiten der Corona-Krise ein weitgehend normales Bild von einer Baustelle. Auch die fünf Kräne drehen sich. Doch beim Investor Kondor Wessels zeigt man sich zurückhaltend. Ob sich die Krise auf die Zeitpläne für das Großprojekt auswirken, „können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht prognostizieren“, berichtet Unternehmenssprecherin Christiane Schacht auf Anfrage. Etwas anders klingt es bei der Stadt-Sparkasse, die das benachbarte alte Globus-Gebäude umbauen lässt. Dort laufe derzeit alles nach Plan, erklärt Sparkassensprecher Martin Idelberger.

Bis zur Krise lief beim O-Quartier alles nach Plan

Das Bauunternehmen Kondor Wessels (mit Hauptsitz in Berlin und einer Niederlassung unter anderem in Ratingen) lässt auf dem früheren Olbo-Gelände 16 Häuser mit insgesamt 308 Wohnungen errichten. Der Grundstein für dieses Großprojekt wurde im September 2019 gelegt. Seitdem herrscht auf dieser Baustelle Hochbetrieb. Der Erstbezug der Wohnungen ist für Ende 2021 vorgesehen.

Alle Arbeiten dort liefen laut Christiane Schacht bis zum Eintritt der Corona-Krise wie geplant. Die Bautätigkeit geht zwar weiter. Zu eventuellen Verzögerungen kann man sich bei Kondor Wessels derzeit aber nicht äußern.

Die Unternehmenssprecherin versichert: „Bei der Ausführung der Arbeiten durch unsere Mitarbeiter und die der Nachunternehmer halten wir uns selbstverständlich an die empfohlenen Regelungen durch das Robert-Koch-Institut.“

Sparkasse hofft, den neuen Eröffnungstermin zu halten

In das benachbarte Globus-Gebäude investiert die Stadt-Sparkasse rund 20 Millionen Euro. Die Immobilie wird grundlegend umgebaut. Darin entstehen eine Filiale der Sparkasse und ein Rewe-Markt mit rund 1650 Quadratmetern Verkaufsfläche. Zuletzt musste der Eröffnungstermin verschoben werden. Im Februar teilte die Sparkasse mit, dass ihre Filiale und die des Unternehmens Rewe Rahmati (Stammsitz in Köln) nicht wie geplant im Herbst dieses Jahres, sondern erst im Februar 2021 eröffnen werden. Als Begründung hatte die Stadt-Sparkasse statische Probleme im Zusammenhang mit den Umbauarbeiten genannt.

Jetzt sieht es laut Sparkassensprecher Idelberger aber so aus, dass der neue Termin eingehalten werden könne. Dies gilt natürlich nur, wenn im Zusammenhang mit der aktuellen Krise nicht noch weitergehende Beschränkungen verfügt werden, die sich auch auf die Bautätigkeiten auswirken können. Beide Projekte werden als zusätzlicher Impuls für Ohligs neben der allgemeinen Aufwertung der Fußgängerzone und den Aktivitäten im Zuge des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts gesehen.

Projekte bringen Impulse für das Ohligser Stadtteilzentrum

Mit dem O-Quartier ist die Hoffnung verbunden, dass eine jahrelange Lücke am Ohligser Markt geschlossen wird. Zunächst störten dort die leeren Hallen der früheren Textilfabrik Olbo den Gesamteindruck. Nach deren Abriss blickten Anwohner und Besucher des Ohligser Zentrums lange Zeit auf Schutthalden. Unstimmigkeiten zwischen Stadt und dem früheren Investor verzögerten ein Projekt, in dem ursprünglich deutlich mehr Einzelhandel als jetzt vorgesehen war.

Mit dem Einstieg von Kondor Wessels kam wieder Schwung in die Entwicklung. Das Sparkassen-Projekt bringt nicht nur eine städtebauliche Aufwertung, sondern auch einen Lebensmittel-Vollsortimenter, wie er seit der Globus-Schließung vermisst wird.

GROSSBAUSTELLEN IM OHLIGSER ZENTRUM

O-QUARTIER Das Areal für das O-Quartier ist 15 800 Quadratmeter groß. In mehrgeschossigen Häusern werden auf rund 24 400 Quadratmetern Wohnfläche 308 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen – 248 Miet- und 60 Eigentumswohnungen – errichtet. Geplant sind 620 ober- und unterirdische Stellplätze für Fahrräder und 270 Pkw-Parkplätze in einer Tiefgarage.

SPARKASSE Das ehemalige Globus-Gebäude wird komplett entkernt und im Inneren neu aufgebaut. Im Erdgeschoss wird ein Rewe-Supermarkt eröffnen, ebenso wie der Kundenbereich der Sparkassen-Filiale mit ihren 30 Mitarbeitern. Die Beratungsräume sollen im ersten Stock sein. Außerdem sind Veranstaltungsräume vorgesehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Prozess um fünffache Kindstötung: Verteidiger erstattet Selbstanzeige
Prozess um fünffache Kindstötung: Verteidiger erstattet Selbstanzeige
Prozess um fünffache Kindstötung: Verteidiger erstattet Selbstanzeige
Corona: Inzidenzwert unter 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert unter 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Corona: Inzidenzwert unter 50 - Impfzentrum schließt am 30. September
Drei Anträge auf Weihnachtsmärkte
Drei Anträge auf Weihnachtsmärkte
Drei Anträge auf Weihnachtsmärkte
Oldtimer rollen durchs Bergische
Oldtimer rollen durchs Bergische
Oldtimer rollen durchs Bergische

Kommentare