Investition

TBS bauen in Solingen Wagenhallen und Werkstatt

Ein Grundstück an der Eintrachtstraße haben die Technischen Betriebe hinzugekauft. Dort planen sie neue Hallen, in denen 25 Müllfahrzeuge untergestellt werden können. Foto: Christian Beier
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Ein Grundstück an der Eintrachtstraße haben die Technischen Betriebe hinzugekauft. Dort planen sie neue Hallen, in denen 25 Müllfahrzeuge untergestellt werden können.

Auf dem Gelände des Müllheizkraftwerks peilen die Technischen Betriebe Neu- und Umbauten für 11,5 Millionen Euro an.

Von Andreas Tews

Die geplante Reform bei den Standorten der Technischen Betriebe Solingen (TBS) soll mit Neu- und Umbauten auf dem Gelände des Müllheizkraftwerks (MHKW) beginnen. Für 11,5 Millionen Euro sollen dort unter anderem eine Wagenhalle für Müllfahrzeuge, eine Werkstatt für das MHKW und ein Materiallager errichtet werden. Dies schlägt die TBS-Leitung den Politikern des zuständigen Zentralen Betriebsausschusses vor.

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Standpunkt von Andreas Tews

Die entsprechenden Gebäude sollen bei der geplanten Umgestaltung der TBS-Standorte die ersten beiden Bauabschnitte ausmachen. Insgesamt sind nach derzeitigen Vorplanungen sechs Module vorgesehen. Die weiteren Abschnitte betreffen vor allem den Hauptsitz der TBS an der Dültgenstaler Straße. Schließen wollen die TBS ihre Werkstätten und Büros an der Gottlieb-Heinrich-Straße. Bis 2030 wollen die TBS 30 Millionen Euro investieren. Der städtische Betrieb will sich auf zwei Standorte konzentrieren und zudem die Hallen, Werkstätten und Lager so gestalten, dass die Betriebsabläufe effizienter sein können. Auch Arbeitsschutzaspekte spielen bei den Planungen eine Rolle. Die derzeitigen Werkstätten sind laut TBS in keinem zeitgemäßen Zustand. Zudem reichen die Büroflächen nicht aus.

Hallen für 25 Müllfahrzeuge, Büros, Sozialräume und ein Tonnenlager

Am MHKW wollen sich die TBS erweitern.

Für die Pläne am Müllheizkraftwerk haben die TBS ein benachbartes Grundstück an der Eintrachtstraße hinzugekauft. Dort sollen in einem ersten Bauabschnitt zwei Wagenhallen mit Abstellplätzen für insgesamt 25 Müllentsorgungsfahrzeuge errichtet werden. In der Etage über den Hallen sind Büros und Aufenthaltsräume für Beschäftigte geplant. Zudem soll ein Lager für Mülltonnen entstehen. Auch wollen die Technischen Betriebe 100 Stellplätze für Autos schaffen – an einigen Stellen auf zwei Ebenen. Dieser Bauabschnitt bringt laut TBS voraussichtlich eine Investition von rund 9 Millionen Euro mit sich.

Der zweite Bauabschnitt wird mit etwa 2,5 Millionen Euro taxiert. Der beinhaltet unter anderem den Abriss des Gebäudes, in dem sich derzeit Büros und Sozialräume der MHKW-Mitarbeiter befinden. Dieser Trakt steht direkt neben der Müllverbrennungsanlage.

Zentrallager und eine neue Werkstatt für das Kraftwerk

Er soll Platz machen für einen Neubau mit Zentrallager für das MHKW und eine Werkstatt. In einem Anbau sollen daneben das Werkstatt-Büro und weitere Sozialräume Platz finden. Für dieses Projekt müssen das bisherige Hauptlager und das Verwaltungsgebäude umgebaut werden.

Ein Generalunternehmer soll die Neubauprojekte steuern

Mit den Bauarbeiten wollen die Technischen Betriebe einen Generalunternehmer beauftragen, der die Arbeiten – gegebenenfalls unter Einbeziehung weiterer Fachfirmen – planen, steuern und koordinieren soll. Diese Leistungen will der Betrieb für beide Bauabschnitte möglichst in einem Paket vergeben. Auch für das Verfahren, bei dem dieser Generalunternehmer gesucht wird, will die TBS-Leitung externe Berater suchen. Diese sollen das Verfahren, technisch, wirtschaftlich und juristisch vorbereiten.

Für die Bauzeit werden 15 Monate eingeplant

ZWEI STANDORTE

STRATEGIE Bis 2030 wollen die TBS erreichen, dass sie sich auf die Standorte Dültgenstaler Straße und Sandstraße (MHKW) konzentrieren.

HAUPTSITZ An der Dültgenstaler Straße sollen in vier Bauabschnitten unter anderem Gebäude aufgestockt sowie Werkstätten, Lager und ein Parkhaus neu gebaut werden.

Die Kosten von 11,5 Millionen Euro sehen die Verantwortlichen als Obergrenze. Mehr dürfen die Projekte nicht kosten. Nach ersten Schätzungen gehen die TBS von 11,3 Millionen aus. Wenn die Ausschreibung optimal laufe, könne der Betriebsausschuss im ersten Quartal 2020 den Bau beschließen, erklärte Rathaussprecherin Sabine Rische. Geplant sei eine Bauzeit von rund 15 Monaten.

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