Schülerrockfestival

Bands und Publikum zelebrieren die Vielfalt – und die Gleichheit

Schülerrockfestival und Antirassismustag, Einlass: 16.30 Uhr in und hinter Haus der Jugend, Dorper Str.
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Schülerrockfestival und Antirassismustag, Einlass: 16.30 Uhr in und hinter Haus der Jugend, Dorper Str.

Haus der Jugend feiert Schülerrockfestival und Anti-Rassismus-Tag – Musiker aus französischer Partnerstadt zu Gast.

Von Jonathan Hamm

Solingen. Im Haus der Jugend in der Dorper Straße bebte der Boden: Ursache war jedoch kein Erdbeben, sondern das Schülerrockfestival, das nach zweijähriger Pause wieder in Kombination mit dem Anti-Rassismus-Tag stattgefunden hat.

„Es ist egal, wo wir herkommen, wir sind alle gleich. Dafür steht das Frei-, Gleich- und Laut-Festival“, stellte Moderatorin Sinja Waldmann klar. Und unter diesem Motto wurden den ungefähr 500 Besuchern Livemusik und Aktionen gegen Rassismus geboten.

Dass Schülerrock nicht nur für Schüler, sondern für alle ist, zeigte das bunt gemischte Publikum aller Altersklassen am Mittwoch. Auch Jens Stuhldreier von der Jugendförderung der Stadt Solingen fand es toll, dass so „viele Generationen“, die „sich für Jugendkultur interessieren“ zu den Besuchern des Festivals gehörten.

So zahlreich und verschieden wie das Publikum waren auch die Bands und ihre Musikrichtungen. Von Pop bis Rock, vom Chor bis zur E-Gitarre war alles dabei. „Da war eine große Bandbreite“, freute er sich. „Das zeichnet einfach die Jugendkultur aus“.

Bekannte Lieder wurden „gecovert“, aber auch aktuelle Themen wurden aufgegriffen und musikalisch verarbeitet. So setzte beispielsweise die Band Marooned mit einem ihrer Songs ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine Das Projekt „RockCity Friends“ feierte auf der Bühne seine Premiere. Gemeinsam hatten in der vergangenen Woche fünf junge Musiker aus der französischen Partnerstadt Chalon-sur-Saône und zehn junge Musiker aus Solingen zusammen innerhalb kürzester Zeit zwei Songs geschrieben, die dann beim Schülerrockfestival gespielt wurden. Das Projekt habe sich gelohnt, freut sich Musikpädagoge und Leiter des Bandcamps Jörn Quade. Er hofft auf ein nächstes Mal im kommenden Jahr.

Dass sich Anti-Rassismus-Tag und Festival perfekt ergänzen, fand auch Rima Al-Baghdadi von Black, Indigenous, People of Color Solingen. „Musik bringt Menschen zusammen und wir wollen dasselbe auch machen.“ Das Netzwerk arbeite im Haus der Jugend, und daher sei es folgerichtig, dass man auch an diesem Tag eben dort vertreten sei, denn man wolle „Menschen auf Rassismus aufmerksam machen“ und ins Gespräch kommen. Gelegenheit dazu boten zahlreiche vorbereitete Übungen, die den Teilnehmern vor Augen führen sollten, was beispielsweise „privilegiert sein“ bedeutet.

Es sei eine „ganz tolle Stimmung bis zum Ende gewesen“, freute sich Stuhldreier und betonte, „dass die Mischung aus kultureller und Antirassismus-Arbeit aufgegangen ist. Ich bin total zufrieden.“

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