Echt.Scharf.Solingen. 2022

So läuft es Backstage bei der Sommerparty

Johannes Brüls (links) und Jonas Krewinkel am Mischpult hinter den Kulissen.
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Johannes Brüls (links) und Jonas Krewinkel am Mischpult hinter den Kulissen.

Trotz viel Wirbel kommt keine Hektik auf: Ein Besuch hinter den Kulissen zwischen Gemüsepfanne und Mischpult.

Von Moritz Berger

Solingen. Tausende Solinger feiern bei der Sommerparty - doch wie geht es eigentlich hinter den Kulissen zu? Ein Besuch dort, wo normalerweise kein Besucher hinkommt - mit Einblicken in eine gigantische Logistik.

Station 1: Die Verpflegung

In einem kleinen Pavillon hinter der Bühne findet sich die Snackbar. Soweit ist am Samstagnachmittag alles vorbereitet, es fehlt nur noch das Essen. Am Abend gibt es eine Gemüsepfanne mit Putensteaks oder einer veganen Alternative. Die vielen Helferinnen und Helfer werden hier ebenso verpflegt wie die Künstler. Denn „nur ein glücklicher Musiker geht auch glücklich auf die Bühne“, erklärt Festivalleiterin Sabina Vermeegen.

Doch nicht nur gutes Essen spielt eine Rolle, so dass man Backstage bei der Sommerparty auch auf „ein bisschen Wohlfühlfaktor“ und ein gemeinsames Miteinander setzt.

Station 2: Die Sitzecke

Im Schatten haben zwei Techniker an einer Bierzeltgarnitur Platz genommen und machen bei einem kühlen Getränk eine Pause. Direkt daneben singt sich der Chor „Sound of Joy“ der Dorper Kantorei ein, bevor es zum Soundcheck auf die Bühne geht.

„Genau dieser Umgang macht die Sommerparty so besonders“, meint Vermeegen, denn letztlich arbeiteten alle daran, dem Publikum eine gute Show zu bieten. Und damit diese reibungslos läuft, hat man hinter der Bühne auf dem Neumarkt ein kleines Dorf errichtet.

Station 3: Kommunikationszentrale

Station 3: Neben der Snackbar und einer Sitzecke befinden auf dem eingezäunten Gelände noch ein Arbeitsplatz mit Computer und mehrere Garderoben. Auch das THW ist vertreten und sorgt dafür, dass während der Sommerparty die Funk-Kommunikation immer möglich ist.

Überhaupt sind die Wege kurz. „Alle sprechen miteinander und so lassen sich auch Probleme schnell lösen“, betont Sabine Vermeegen, die in diesem Jahr zum letzten Mal die Sommerparty mitorganisiert hat. Über die Jahre sei die Veranstaltung „schön gewachsen“ und die vielen Ehrenämtler zu einer „großen Familie“.

Vom Mischpult aus schauen die beiden auf die Veranstaltungsfläche.

Station 4: Mischpult und Technik

Station 4: Seitlich von der Bühne und für das Publikum nicht zu sehen steht Johannes Brüls an einem großen Mischpult. Jeder der auf die Bühne geht, läuft am Arbeitsplatz von ihm und seinem Team der Veranstaltungsfirma Latteyer vorbei. Dort, am Monitorplatz, regeln sie den Sound und achten darauf, dass alle Künstler zu hören sind.

Herausforderungen beim Soundcheck

Mittlerweile stehen „Sound of Joy“ gemeinsam mit der Band „Mike & The Waiters“ zum Soundcheck auf der Bühne. Neben den Rockmusikern hört sich der Chor jedoch kaum. Also probiert Brüls verschiedene Möglichkeiten aus, bis sich der Chor selber besser verstehen kann.

Eine weitere Schwierigkeit: „Wir wollen einen harmonischen Sound haben, weshalb ich zwischen E-Gitarren und dem Chor einen guten Ausgleich finden muss“, erklärt Johannes Brüls. Auch während der Show wird er noch Feinheiten beim Klang arbeiten. Davon, dass es ein langer Tag wird, zeugt ein kleiner Teller mit Gurkenscheiben, aufgeschnittenen Tomaten und zwei belegten Brötchenhälften sowie eine Tüte Haribo, die in einer Ecke hinter Brüls stehen.

Station 5: Die Treppe zur Bühne - Achillesferse des Festivals

Obwohl der Soundcheck für den gemeinsamen Auftritt der Band mit dem Chor etwas länger dauert, gerät Backstage niemand in Hektik. „Es geht hier zwar zu wie im Taubenschlag, aber dadurch kommt kein Stress auf“, berichtet Mit-Veranstalter Philipp Müller.

Dabei zeigt er auf einen bunten Plan, der genau regelt, wer wann und wo zu sein hat. Die Übersicht hängt direkt an der Treppe zur Bühne, der „Achillesferse“ des Festivals, wie Müller sie nennt. Jeder, der die Bühne betritt, steigt diese Stufen hoch und jedes Instrument wird dort hinaufgetragen. So auch die Gitarren der Jungs von „The Sharks“, die an diesem Samstagnachmittag die Sommerparty eröffnen.

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