Lesung aus „Ein Haus für viele Sommer“

Axel Hackes Sprachwitz unterhielt bestens

Axel Hackes besuchte die Walder Kirche und brachte das Publikum mit seiner Lesung auf andere Gedanken. Als Dankeschön gab es Blumen und viel Applaus. Foto: Bernd Reinzhagen
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Axel Hacke besuchte die Walder Kirche und brachte das Publikum mit seiner Lesung auf andere Gedanken. Als Dankeschön gab es Blumen und viel Applaus.

Lesung in der Walder Kirche ließ das Weltgeschehen für einen Moment vergessen.

Von Tanja Alandt

Solingen. Die Lesung von Axel Hacke in der Walder Kirche hatte coronabedingt verschoben werden müssen. Dass sie jetzt zwei Tage nach der Veröffentlichung von Hackes Buch „Ein Haus für viele Sommer“ stattfand, sei reiner Zufall gewesen, meinte Pfarrer Bernd Reinzhagen am Donnerstagabend. Und ein Glück für die Zuhörer, denn so lernten sie auch diese Geschichte über „die Magie eines Ortes, an dem man eigentlich nicht sein müsste, aber doch unbedingt sein will“, kennen.

Zusammen mit Stefan Decken und Rainer Francke von der Buchhandlung Bücherwald, hatte die Evangelische Kirche Wald die Lesung des bekannten Journalisten und Autors unter den Titel seines Buches „Im Bann des Eichelhechts und andere Geschichten aus Sprachland gestellt“. 120 Zuhörer wollten sich das nicht entgehen lassen.

Hacke erzählte seinem Publikum, wie er die Zeit der Pandemie verbracht hat. Mit Lesungen vor Kraftfahrzeugen mit winkenden Scheibenwischern oder alleine im dunklen Theater mit nur einem Techniker und vier Kameras für den Stream. Zudem schrieb er die beiden Bücher. Mit Auszügen aus seinem Sprachspielbuch, das unter anderem aus Sprachwitz, sprachlichen Missverständnissen und Stilblüten besteht, die seine Leser entdeckten und ihm zusandten, brachte er sein „maskiertes Publikum“ zum Lachen.

Die Zuhörer amüsierten sich auch über vergrabenen Grießbrei, Flachdächer für die Seele und tobende Hamster sowie lyrische Gebrauchsanleitungen und Waschhinweise, die Hacke in Gedichtform brachte. In der Pause nutzten viele die Gelegenheit, sich Bücher signieren zu lassen. So beispielsweise Silvia Bielefeld und Leona Haußmann-Walter, die bereits sehr viel von Hacke gelesen haben und jetzt begeistert von der ersten Lesung waren, die sie mit ihm erlebt hatten.

Udo Kölling und Horst Winkler indes waren Wiederholungstäter und fanden es ausgezeichnet. Regina Munsch brachte ihr Lieblingsbuch „Tage, die ich mit Gott verbracht habe“ mit. Hanne Schlömer kaufte sich das neue Buch – das Hacke dann im zweiten Teil der Lesung vorstellte.

Pfarrer Reinzhagen hatte gegenüber dem Publikum dabei einen Vorsprung von rund einem dreiviertel der Seiten, da er sich mit einem Leseexemplar während seiner Covid-19-Erkrankung abgelenkt hatte. Reinzhagen bezeichnete es als „pure Poesie“ und als ein „Boostern für die Seele“. Dem Applaus nach zu urteilen, erging es den anderen Besuchern ähnlich.

Es war wunderbar, nach Sprachland und Italien entführt zu werden.

Corinna Maßmann Gemeindemitglied

Gemeindemitglied Corinna Maßmann überreichte Hacke als Dankeschön einen großen bunten Blumenstrauß und bedankte sich für den „vergnüglichen Abend“ und dafür, das aktuelle Weltgeschehen für zwei Stunden vergessen haben zu können – daran hätte sie auf dem Weg zur Veranstaltung nicht geglaubt. „Doch es ist Ihnen geglückt. Es war so wunderbar, nach Sprachland und Italien entführt zu werden, das war gut für die Seele“, beschrieb sie, wie sie den Abend empfunden hatte.

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