Auf dem Weg zum Bebauungsplan

BHC-Arena nimmt weitere Hürde

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Der Wuppertaler Ausschuss für Stadtentwicklung hat am Donnerstagabend der Aufstellung der Bauleitpläne für eine BHC-Arena am Piepersberg zugestimmt.

Von Andreas Boller und Björn Boch

Der Handball-Bundesligist Bergischer HC hat mit seinen Plänen zum Bau einer Mehrzweckarena am Piepersberg eine weitere Planungshürde genommen. Am Donnerstagabend stimmte der Stadtentwicklungsausschuss Wuppertal mehrheitlich dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 1028 Westring zu. Über diesen Bebauungsplan sollen die Zu- und Abfahrten zur geplanten Halle geregelt werden.

Wuppertal ist eingebunden, weil die Arena zwar auf Solinger Gebiet liegen soll, die Erschließung aber nur über Wuppertal erfolgen kann. Ohne die Verkehrs-Anbindung ist das Projekt an diesem Standort nicht umsetzbar. 7000 Zuschauer soll die Mehrzweckarena fassen, 4000 Parkplätze werden benötigt.  Der Solinger Planungsausschuss hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zugestimmt. 

In einer vorherigen Sitzung hatte der Stadtentwicklungsausschuss Wuppertal die Entscheidung vertagt. Unter anderem hatte die CDU-Fraktion Beratungsbedarf angemeldet. Der BHC hatte daraufhin Planungssicherheit gefordert und mit einem Aus für die Arena gedroht. 

Politiker fordern tragfähiges Finanzierungskonzept

Fünf Gegenstimmen gab es auch gestern. Ebenso waren aus dem Lager der Befürworter, der Mehrheitsfraktionen SPD und CDU, skeptische Stimmen zu hören. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Jürgen Reese und der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Müller erinnerten daran, dass erst Offenlegungs- und Satzungsbeschluss folgen müssen, bevor es grünes Licht geben kann. Es sei nun Sache des Bergischen HC, ein tragfähiges Finanzierungs- und Betreiberkonzept vorzulegen.

Der Ball liegt damit in der Hälfte des BHC, der diese Zweifel ausräumen muss. Die Planung sei ein ergebnisoffener Prozess, sagte Patric Mertins von der CDU. Ob die Halle an diesem Standort gebaut werde, müsse dieser Prozess zeigen.

Anja Liebert (Grüne) kritisierte darüber hinaus, dass es eine Festlegung auf den Standort Piepersberg gebe. Mit „etwas mehr Fantasie“ – sagte auch Peter Vorsteher von den Grünen – sei der Standort Bergische Sonne realisierbar. Diese Variante auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbads auf Lichtscheid schloss Dezernent Frank Meyer erneut kategorisch aus. „Es ist ein Märchen, dass das Vorhaben des Bergischen HC auf die Fläche der Bergischen Sonne passen würde“, sagte Meyer.

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