Ausnahmetalente in absoluter Spielfreude

Peter Son Goetz, in Marl aufgewachsen, war der erste von drei hochbegabten Jungmusikern, mit denen die Symphoniker spielten. Foto: Roland Keusch
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Peter Son Goetz, in Marl aufgewachsen, war der erste von drei hochbegabten Jungmusikern, mit denen die Symphoniker spielten.

Bergische Symphoniker begleiten junge Musiker bei Marler Debüts

Von Miriam Bähren

Jugend brilliert – im wahrsten Sinne des Wortes. Die drei Preisträger von Jugend musiziert und die Bergischen Symphoniker hätten am Freitag lieber vor Publikum gespielt. Die Jungmusiker gewannen 2019 mit voller Punktzahl und auf Bundesebene. Nun wird, nach dreitägiger Probe, „nur“ eine Aufnahme daraus.

„Es ist wie eine Sprache. Deshalb brauche ich keine Noten.“

Peter Son Goetz, Streicher

Im Rahmen der Marler Debüts, einer traditionsreichen Konzertreihe der Stadt Marl, kam es zu dieser musikalischen Kombination der hochbegabten jungen Streicher und des Symphonieorchesters aus dem Bergischen. Es begann Peter Son Goetz, 19 Jahre alt und selbst in Marl aufgewachsen, mit Geige. Er interpretierte das Konzert für Violine und Orchester in a-Moll von Antonín Dvorák mit Ausdruck und Hingabe – notenfrei. Der Geiger spielte über 30 Minuten. „Es ist wie eine Sprache,“ erklärt er. „Deshalb brauche ich keine Noten.“

Als nächstes folgte Aaron Schröer, 19 Jahre, am Cello mit Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur von Joseph Haydn (1732 - 1809). Auch bei ihm lässt keine Fingerfertigkeit zu wünschen übrig. Wie der Wind gleiten seine Finger über die Saiten. Ebenfalls auswendig. Langsam wie schnell, ausdrucksstarke Töne, die sich mehr als hören lassen können.

Die letzte, moderne Komposition von Benjamin Britten präsentierte Marvin Stark auf seiner Bratsche. „Sie hat eine besondere Form,“ zeigte sich der 20-Jährige begeistert. Und weiter: „Sie klingt ehrlich, sanft, kraftvoll, energisch und liebevoll. Man kann alle Charaktere herauskitzeln.“

Die Bergischen Symphoniker, die auch vorher schon an der Konzertreihe im nördlichen Ruhrgebiet mitgewirkt hatten, begleiteten – unter der Leitung von Johannes Marsovszky – voller Spielfreude. Wie eine musikalische Woge unterstützten sie die Solisten und kreierten gemeinsam eine energiegeladene Atmosphäre.

Bruce Wadsworth, künstlerischer Leiter der Marler Debüts, plant, das Konzert am 17. April zu veröffentlichen. Außerdem soll es auf Youtube und den Jungmusikern für Präsentations- und Werbezwecke zugänglich gemacht werden.

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