Advent

Aus Alltagsdingen Weihnachtsdeko basteln

Unter anderem aus Draht lässt sich dekorativer Baumschmuck gestalten.
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Unter anderem aus Draht lässt sich dekorativer Baumschmuck gestalten.

LVR-Industriemuseum bietet Workshops für die ganze Familie an.

Von Holger Hoeck

Solingen. Noch ein letzter Zug am Hebel der Handbohrmaschine für Kinder, dann sollte das kleine Loch doch zu sehen sein. Doch die achtjährige Kia musste enttäuscht feststellen, dass es immer noch nicht reichte. „Da müssen wir noch mal ran, Opa“, wünschte sie von ihrem Großvater erneut höchste Konzentration, damit Rudolph, das Rentier, ein weiteres Loch für das spätere Geweih erhält.

Das aus Wuppertal stammende Mädchen war eines von mehreren Kindern, die mit Eltern oder Großeltern zum Familien-Workshop „Weihnachtsdeko mit Metall basteln“ in der Schneiderei und Werkzeugmacherei des LVR-Industriemuseums Gesenk-schmiede Hendrichs an Tischen der Besucherwerkstatt Platz genommen hatten. Kulturvermittlerin Anne Cogan-Krumnow stellte den Teilnehmern zunächst einige Möglichkeiten vor, aus Alltagsgegenständen schöne Weihnachtsdekoration zu gestalten. „Man kann etwa drei Kronkorken nehmen, diese mit Tipp-Ex weiß streichen und dann mit einer Schnur verbinden. Zwischen zwei Kronkorken fügt man eine Schleife, etwa in Rot, hinzu, und malt noch ein Gesicht und Knöpfe auf die oberen Teile. Fertig ist ein toller Baumschmuck.“

Auch ein Stern aus Draht lasse sich problemlos realisieren. „Dafür nehmen wir zwei Dreiecke, legen sie leicht versetzt übereinander und binden sie an ihren Kreuzungen mit Metalldraht zusammen, an den wir wiederum noch kleine bunte Perlen anbringen können. Dabei ist es wichtig, mehrere kleine Stücke Draht und nicht ein großes zu nehmen.“

Jedes Kind soll mit einem Erfolgserlebnis nach Hause gehen

Kias Bruder Tim hatte jedoch ein unweihnachtliches Motiv im Kopf. „Ich möchte gerne die Schwebebahn als Anhänger basteln, und zwar mit Fens-tern.“ Doch auch für dieses außergewöhnliche Erstreben hatte Cogan-Krumnow eine Idee. „Ich schneide dir erstmal eine kleine Platte aus einer Alu-Stange zurecht, die du dann mit der Feile bearbeiten musst, damit die scharfen Kanten rund werden. Dann zeichnen wir die Fenster vor.“

Trotz der individuellen De-ko-Wünsche und stetiger Nachfragen behielt die Workshop-Leiterin den Überblick über die unterschiedlichen Arbeitsprozesse. „Du kannst dir auch erstmal eine der Holzvorlagen nehmen und daran mit Draht üben. Später schneiden wir dann gemeinsam die Sterne aus“, motivierte sie ein Mädchen, das einem großen Drahtreif goldene Sterne aus Prägefolie hinzufügen wollte.

Kia hatte inzwischen die gebohrten Ohrlöcher feingefeilt, ein Kupferdrahtstück durch die beiden kleinen Öffnungen verbindend geschoben und formte nun aus dessen Enden das Geweih für Rudolph. „Als nächstes brauchen wir bunte Perlen für Nase und Augen“, ließ sie die Oma wissen, während Anne Cogan-Krumnow die Heißklebepistole in Position brachte. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder lernen, dass man mit etwas Geschick aus kleinen alltäglichen Dingen etwas Schönes herstellen kann. Jedes Kind soll am Ende des dreistündigen Workshops mit einem Erfolgserlebnis nach Hause gehen.“

Während Tims Schwebebahn Formen annahm sowie Arthur und Liam, der mit seiner Großmutter extra aus Duisburg angereist war, ihre Schleifarbeiten beendeten, begutachtete Kia ihr fast vollendetes Werk. „Das sieht toll aus, aber es fehlt noch was zum Befestigen.“ Aus einer Schatulle mit verschiedenfarbigen Bändern wählte sie Rot aus. Kaum war dieses am Geweih auf der Rückseite des Rentierkopfes befestigt, strahlte sie. „Der kommt auf jeden Fall zu Hause an Weihnachten an unseren Tannenbaum.“

Industriemuseum

Der Weihnachts-Workshop stellte eine Premiere dar, baute indes auf den Erfah-rungen aus der „Offenen Besucherwerkstatt“ auf, die das Industriemuseum regelmäßig für handwerklich interessierte Kinder und ihre Familien anbietet. Hierbei können die Teilnehmer aus verschiedenen Materialien kleine Werkstücke entstehen lassen. Die nächsten Termine sind in den Weihnachtsferien: Dienstag bis Freitag, 3. bis 6. Januar, sowie Sonntag, 8. Januar, jeweils 11 bis 13 und 14 bis 16 Uhr. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich.

industriemuseum.lvr.de

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