Historisches Foto

Johannes Rau war vor 25 Jahren in Solingen - Was war der Grund?

Aus welchem Anlass war der damalige Ministerpräsident Johannes Rau vor 25 Jahren in Solingen? Welcher Geburtstag könnte es gewesen sein?
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Aus welchem Anlass war der damalige Ministerpräsident Johannes Rau vor 25 Jahren in Solingen? Welcher Geburtstag könnte es gewesen sein?

Zahlreiche Leser erinnerten sich an ihre sportlichen Einsätze auf dem damaligen Sportplatz in Gräfrath, der auf unserem letzten Rätselfoto abgebildet war. Welchen Anlass suchen wir dieses Mal?

Aus welchem Anlass war der damalige Ministerpräsident Johannes Rau vor 25 Jahren in Solingen? Welcher Geburtstag könnte es gewesen sein? Wenn Sie Erinnerungen an das Ereignis haben, schreiben Sie uns gerne bis zum 21. April eine E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de

Das historische Foto der vergangenen Woche: Auf Asche ging es bis an die Schmerzgrenze

Von Kristin Dowe

Solingen. Manchmal reicht der Blick auf ein Foto aus, um leise Phantomschmerzen zu erzeugen. Dies zumindest behauptet Andreas Nußhart in seiner Zuschrift an das Tageblatt, denn unser Historisches Foto des ehemaligen Sportplatzes an der Nibelungenstraße rief Erinnerungen an so manche sportliche Herausforderung bei ihm wach: „Als ich das Foto in der Samstagsausgabe gesehen habe, brannten sofort meine Oberschenkelaußenseiten.“

Eine Erkenntnis, die der Solinger auf diesem Platz gewonnen hat: „Es war nie ratsam, wenn man sonntags Fußball gespielt hat, eine helle Hose anzuziehen. Die Hosen hatten nämlich immer das Potenzial, an den nässenden, klaffenden Wunden der auf dem Aschenplatz aufgerissenen Oberschenkel festzukleben. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass auf diesem Geläuf der Begriff ,Blutgrätsche’ geboren wurde.“ Zudem sei der Ball im Sommer vor lauter Staub kaum zu erkennen gewesen, bei Regen habe man regelrecht auf einem See gespielt, weil das Wasser nicht ablaufen konnte. Somit stellte das Wetter die Fußballer oft auf eine harte Kraftprobe. Nußharts Fazit trotz aller Widrigkeiten: „Der Fußball auf Asche war dennoch ein ehrlicher Sport.“
Die Serie „Historisches Foto“

Das Kicken auf Asche auf dem früheren Sportplatz an der Nibelungenstraße war laut einem ST-Leser nichts für schwache Nerven.

Norbert Posthum weiß zu berichten, dass die 1. Sportvereinigung Solingen-Gräfrath e. V. dort früher die Fußballheimspiele ausgetragen habe. „In den 1970er Jahren spielte dieser Verein gemeinsam mit Union Ohligs in der Verbandsliga.“ Er selbst sei auch öfters Zuschauer bei den Lokalderbys gewesen, bei denen es übrigens nur Stehplätze gab. „Seinerzeit war für viele Anhänger der meist sonntägliche Marsch zum Sportplatz – teils mit Hut und Mantel – das Ereignis der Woche. Der lokale Fußball hatte damals einen hohen Stellenwert.“

Solche Rituale kennt auch Hans Gerd Baum noch aus seiner Kindheit: „Ich erinnere mich daran, wie ich als kleiner Junge mit meinem Vater dorthin zu den Feldhandballspielen des damaligen BSV Solingen 98 ging. Viele Zuschauer säumten damals das Spielfeld.“ Als Kind habe er aber auch selbst öfters mit seinen Freunden dort gekickt. „Neben dem Platz befanden sich in den Nachkriegsjahren die sogenannten Behelfsheime, in denen Kriegsflüchtlinge untergebracht waren“, weiß er noch.

Auch Georg Schuberts Geschichte ist untrennbar mit der des Sportplatzes verbunden, denn von 1975 bis 2004 sei er als Spieler, Jugendtrainer und Vereinsvorsitzender für die 1. Sportvereinigung Solingen 03 e. V. aktiv gewesen. „Wir haben auf dem Platz trainiert und auch Festzelte aufgebaut. Allein die Feste sind eine tolle Erinnerung“, blickt Schubert zurück. „Der Sportplatz wurde kurze Zeit vor der Realisierung des Kunstrasenkonzepts für 160 000 Euro renoviert und danach aufgegeben.“

Heute erinnert nicht mehr viel an die frühere Sportanlage in Gräfrath. Heute befindet sich dort eine Wohnsiedlung.

Nostalgische Gefühle kamen auch bei Jens Merten beim Blick auf das Foto auf: „Bei mir ging es zwar nicht um den Platz von 03, aber der vom Post SV war lange Zeit meine Heimat. Bis zum Dioxin-Skandal Anfang der 90er, als die Plätze gesperrt wurden, war ich täglich stundenlang mit der Schweinsblase unterwegs.“ Denn daraus bestanden die Fußbälle damals noch.

Manfred Fröhlich weist darauf hin, dass die eigentliche Spielstätte von Solingen 03 die zweite Sportanlage Nibelungenstraße gewesen sei. Seit 1951 Vereinsmitglied, habe der Solinger in den späten 50er Jahren vor bis zu 3000 Zuschauern gespielt. Zwar ist der Bereich heute eher von Wohnbebauung geprägt, doch die Erinnerungen an Schweinsblasen und Blutgrätsche werden die Solinger wohl nie vergessen.

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