Astrid Lindgren als starke Frau

Stefanie Mergehenn spricht über starke Frauen aus drei Jahrhunderten, darunter Astrid Lindgren. Foto: Michael Schütz
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Stefanie Mergehenn spricht über starke Frauen aus drei Jahrhunderten, darunter Astrid Lindgren. Foto: Michael Schütz

Vortragsreihe geht in die vierte Runde

Von Anna Lauterjung

Mit Pippi Langstrumpf wurde Astrid Lindgren weltbekannt. Die Geschichte um die Rebellin ist auch noch lange nach dem ersten Erscheinen des Buches ein Standardwerk in vielen Kinderzimmern. Das nicht nur die Figuren Astrid Lindgrens revolutionär waren, sondern auch die Autorin, wurde in dem Vortrag „Starke Frauen: Astrid Lindgren“ von Stefanie Mergehenn in der Bergischen Volkshochschule auch den Letzten bewusst.

Anhand von Zitaten aus autobiografischen Werken begleitete Mergehenn die Zuhörer durch das bewegte Leben der Autorin, das auch als Inspiration für Lindgrens eigene Romane diente.

Als gefeierte Autorin und Schreck der Pädagogen des Nachkriegsdeutschlands wurde Astrid Lindgren im höheren Alter immer mehr politisch aktiv. Die Zuhörer erfuhren im Vortrag, dass Lindgrens Streben nach sozialer Gerechtigkeit immer deutlicher durchkam. Das ging dann sogar so weit, dass sie mit einem in der Zeitung veröffentlichten Steuermärchen in den 1970er Jahren die damalige Regierung zu Fall brachte und zu einer Steuerreform zwang. In einem Briefwechsel mit Gobalshov forderte sie im Kalten Krieg immer wieder Frieden. Und gerade ihre Einstellung gegenüber Gewalt gegen Kinder ist heute aufgrund der Geschehnisse der Woche aktueller denn je. Lindgren: „Denn wie soll einer, der sich als Kind an die Gewalt gewöhnt hat, zu einem friedlichen Menschen heranwachsen?“

Die Veranstaltung über Astrid Lindgren war der Auftakt der vierten Runde der Vortragsreihe „Starke Frauen“ nach der coronabedingten Pause. Weiter geht es mit der pakistanischen Bildungsaktivistin Malala Yousafzai am 30. Oktober.

Der 4. Dezember widmet sich dann ganz der Physikerin und Entdeckerin der Radioaktivität Marie Curie. Die eineinhalbstündigen Vorträge starten jeweils um 15 Uhr im Forum der Volkshochschule an der Mummstraße. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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