Mehrzweck-Halle

Arena: BHC lobt die Stadt, Grüne begrüßen Entwicklung

Gibt es Alternativen zum Arena-Standort Weyersberg?
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Gibt es Alternativen zum Arena-Standort Weyersberg?

Externe Investoren wollen offenbar weg vom Weyersberg.

Von Björn Boch

Solingen. Wird die Arena Bergisch Land mit Hilfe externer Investoren gebaut – und an einem anderen Standort als dem Weyersberg? Was Anfang Januar im BHC-Podcast von Radio RSG und Solinger Tageblatt angedeutet wurde, wird nun durch eine Verwaltungsvorlage konkreter. „Standortunabhängige Fragestellungen“ – etwa Größe und Kapazität der Arena, Realisierungsmodell, Projektgesellschaften, Beihilferecht, Businessplan, Stellplatznachweise – seien „gegenüber standortspezifischen Themen zeitlich und inhaltlich priorisiert worden“, heißt es dort.

Das sagt die Stadt: Am Mittwoch hatte die Verwaltung die Vorlage veröffentlicht. Es gebe positive Signale an die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) „von externen Investoren, sich mit Finanzierung und Betrieb am Projekt Arena Bergisch Land beteiligen zu wollen“. Damit einher gehe „gesteigertes Interesse an einem alternativen Standort“ innerhalb Solingens sowie an „erweiterten Nutzungsszenarien für die Arena“. Details sollen im März veröffentlicht werden, die Stadt will derzeit keine weiteren Angaben machen. Die SEG prüft seit knapp einem Jahr die Pläne für eine Mehrzweck-Arena am Weyersberg, die auch Spielstätte für den Bergischen HC werden soll.

Das sagen die Handballer: BHC-Geschäftsführer Jörg Föste, aktuell als Vizepräsident des Deutschen Handballbunds bei der WM in Polen, schreibt auf Anfrage: „Der Bergische HC ist als potenzieller Ankermieter eng in den Planungs- und Prüfprozess eingebunden. Aus unserer Sicht war und ist die Einbindung hochkarätiger Expertise der Schlüssel zum Erfolg des Projektes. In diesem Punkt haben die Verantwortlichen der Verwaltung im Sommer 2022 ein außerordentlich gutes Händchen bewiesen.“

Das sagen die Grünen: Eng mit dem Neubau verknüpft ist die Zukunft der maroden Klingenhalle. Pläne für einen Abriss mit der Arena als Ersatz werden ebenso diskutiert wie die CDU-Idee eines neuen „Stadtquartiers“ mit Arena und Klingenhalle. Die Grünen, größter politischer Gegner der Planungen für den Weyersberg, nehmen nun „ein Abrücken vom Standort“ wahr. Thilo Schnor, Bürgermeister und Vorsitzender des Umweltausschusses, begrüßt das. Seine Partei argumentiert vor allem mit den negativen Folgen für das Klima in der Innenstadt.

Allerdings brachten die Grünen ebenso wie eine Bürgerinitiative generelle Argumente gegen den Bau vor – er sei zu teuer, nicht wirtschaftlich zu betreiben und in diesen Zeiten eine falsche Priorität. Schnor: „Ob eine Arena an einem anderen Standort, und ohne wirtschaftliche Beteiligung der Stadt, für uns weniger problematisch ist, kann ich heute nicht sagen. Dazu braucht es konkrete Vorschläge seitens möglicher Investoren. Aber ich bleibe und bin skeptisch.“

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