Zahlen nähern sich Vor-Corona-Niveau an

Arbeitslosenquote in Solingen geht im Dezember zurück

Laut Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, halten die Betriebe Fachkräfte trotz schwieriger Zeiten. Archivfoto: Michael Schütz
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Laut Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, halten die Betriebe Fachkräfte trotz schwieriger Zeiten.

Die Zahl der Arbeitslosen in Solingen ist im Dezember zurückgegangen. Das meldet die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Demnach sind aktuell 6481 Menschen in der Klingenstadt arbeitslos gemeldet. Das sind 242 weniger als im Vormonat und 588 weniger als im Dezember 2020. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 8,1 Prozent, heute beträgt sie 7,5 Prozent.

Angesichts dieser Entwicklung sprechen die Experten davon, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt auch im Dezember anhalte. „Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Unternehmen und Betriebe ihre Fachkräfte auch in wirtschaftlich schwierigeren Phasen behalten“, betont Martin Klebe, Chef der hiesigen Agentur für Arbeit. Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit denen von vor zwei Jahren, wird allerdings deutlich, dass der Arbeitsmarkt das Vor-Corona-Niveau noch nicht erreicht hat. Im Dezember 2019 betrug die Arbeitslosenquote in Solingen 6,8 Prozent (2018: 7,2).

Mehr Langzeitarbeitslose, weniger Jugendarbeitslosigkeit

Ein Blick auf die bergischen Nachbarn: Remscheid weist derzeit eine Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent auf, in Wuppertal sind es 8,5 (bundesweit: 5,1). Für das gesamte Städtedreieck ergibt sich damit ein Wert von 8 Prozent (2020: 8,9). Auffällig sei ein Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit um 15 Prozent. Positiv bewertet die Agentur für Arbeit hingegen die „kontinuierlich sinkende Jugendarbeitslosigkeit“. Junge Menschen mit abgeschossener Ausbildung hätten „außerordentlich gute“ Chancen, dauerhaft übernommen zu werden.

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Schwierig sei im Umkehrschluss die Lage für Menschen ohne beruflichen Abschluss. Für sie stellt Martin Klebe ein gewachsenes Risiko fest: „Ihre Anzahl und ihr Anteil an den Arbeitslosen ist deutlich höher als vor der Pandemie.“ Deshalb stelle man mehr Mittel für berufliche Weiterbildung zur Verfügung und hoffe gleichzeitig auf Gesetzesänderungen, die finanzielle Anreize für Teilnehmer einer beruflichen Weiterbildung vorsehen.

Dieser Aspekt könnte auch bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels eine wichtige Rolle spielen. Dieser greife mehr und mehr um sich: „In vielen Branchen sind mehr Stellen zu besetzen, als Arbeitslose gemeldet sind.“ Derzeit sei diese Entwicklung beispielsweise in den Bereichen Werbung und Marketing, Altenpflege und Steuerberatung festzustellen.

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