Umbau

Umgestaltung der Wupperinsel: Anwohner fürchten massive Parkplatznot

Die Wupperinsel liegt malerisch am Ortseingang von Unterburg. Ihre touristische Bedeutung soll im Zuge der Umgestaltung noch größer werden.
+
Die Wupperinsel liegt malerisch am Ortseingang von Unterburg. Ihre touristische Bedeutung soll im Zuge der Umgestaltung noch größer werden.

Der planerische Entwurf für die Wupperinsel wurde in der BV Burg/Höhscheid kontrovers diskutiert. Das kam dabei raus.

Von Kristin Dowe

Solingen. Die Wupperinsel in Unterburg gilt als touristische Visitenkarte des Stadtteils – ist sie doch nicht nur der Ankunftsort für Autofahrer, die dort ihr Fahrzeug parken möchten, sondern auch der Ausgangspunkt für Wanderungen zu Ausflugszielen wie der Seilbahn oder Schloss Burg. Nachdem die Verwaltung zuletzt angekündigt hatte, die Planung vorläufig um einzelne Elemente „abspecken“ zu wollen, bemühte sich Stadtplanerin Miriam Macdonald in der Sitzung der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid am Donnerstag darum, Missverständnissen in der Vorlage vorzubeugen. Keineswegs solle auf Elemente der bisherigen Planung generell verzichtet, sondern diese lediglich auf spätere Bauabschnitte verschoben werden – aus Kostengründen. „Wir müssen schauen, was wir umsetzen können.“

So war im Vorfeld des planerischen Wettbewerbs, den das Essener Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten für sich entscheiden konnte, eine Toilette als wichtiges Kriterium für die Umgestaltung festgelegt worden. Diese soll nach der aktuellen Planung aber nicht schon im ersten Bauabschnitt entstehen. Damit das Vorhaben nicht auf der Strecke bleibt, drängten die Bezirksvertreterinnen und -vertreter gegenüber der Verwaltung darauf, dass dafür bereits im ersten Bauabschnitt Fundamente geschaffen und Versorgungsleitungen verlegt werden. Eine entsprechende Ergänzung der Vorlage wurde einstimmig beschlossen.

Zwar betonte Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU), dass es für Feinabstimmungen bei dem Projekt zu früh sei – diese würden „nach gutem Burger Brauch“ später bei einer Bürgerversammlung in der nun fertiggestellten Turnhalle an der Hasencleverstraße erläutert. Einige strittige Punkte des Entwurfs brannten den Anwohnenden dennoch unter den Nägeln: So soll die Wupperinsel nach dem Umbau gerade mal Platz für 45 Fahrzeuge bieten. „Damit fällt ein Drittel der Stellplätze weg“, sagte Holger Schödder vom Schlossbauverein Burg. „Wir haben schon jetzt eine massive Parkplatznot in Unterburg.“ Kritisch sieht er auch den geplanten Steg zum Wupperufer, der ebenfalls erst in späteren Bauabschnitten gebaut werden soll. „Das nächste Hochwasser kommt bestimmt. Und dann wäre der Steg zuerst weg.“ Auch sei es ungünstig, dass vom Parkplatz abfahrende Fahrzeuge künftig nicht mehr im Kreis fahren können, sondern vorwärts oder rückwärts rangieren müssten, wenn der Entwurf so umgesetzt wird.

Café Meyer befürchtet Parkprobleme für Gäste

Rückendeckung bei dieser Kritik erhält er von Olaf Meyer, der das Café Meyer direkt an der Wupperinsel betreibt. „Die Parkplätze werden größtenteils von Anwohnern der Eschbachstraße genutzt und reichen jetzt schon kaum aus. Die Planer sollten sich mal einen Sonntag hier auf den Parkplatz stellen, unsere älteren Gäste haben beim Parken schon genug Probleme“, sagte der Gastwirt im Gespräch mit dem ST. Wenn eine Ein- und Ausfahrt im Kreis nicht mehr möglich sei, werde die Situation noch komplizierter.

Zudem ist Meyer Eigentümer eines Grundstücks von rund 800 Quadratmetern auf der Wupperinsel, was die Planer bislang nicht berücksichtigt hätten. „Man hat unser Grundstück einfach mit verplant.“ Einen Teil der Fläche habe die Familie der Stadt zum Kauf angeboten und bislang keine Rückmeldung erhalten.

Projekt

Aufwertung: Die Umgestaltung der Wupperinsel ist eine Maßnahme des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) für Burg. Das Land NRW fördert das Projekt mit rund von 1,8 Millionen Euro.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unfall: Eine Person verletzt
Unfall: Eine Person verletzt
Unfall: Eine Person verletzt
Das Landhaus Kovelenberg wird indisch
Das Landhaus Kovelenberg wird indisch
Das Landhaus Kovelenberg wird indisch
Aus einem Rettungseinsatz wird ein Gasalarm
Aus einem Rettungseinsatz wird ein Gasalarm
Aus einem Rettungseinsatz wird ein Gasalarm
Ohligser bangen um ihr Dürpelfest
Ohligser bangen um ihr Dürpelfest
Ohligser bangen um ihr Dürpelfest

Kommentare