Bildung

Anmeldungen: Schulen gehen bis an ihre Grenzen

Wie hier am Gymnasium Schwertstraße meldeten die meisten Eltern die Kinder schon vor zwei Wochen an. Archivfoto: Christian Beier
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Wie hier am Gymnasium Schwertstraße meldeten die meisten Eltern die Kinder schon vor zwei Wochen an.

Kinder wurden in meisten Fällen in Schulen des Erst- oder Zweitwunsches untergebracht.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Nahezu alle Kinder konnten an der weiterführenden Schule ihrer Wahl im Erst- oder Zweitwunsch, oder zumindest in der gewünschten Schulform untergebracht werden. „Das ist die gute Nachricht der Schulanmeldung, dessen Verfahren zu Ende ging“, so Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne). Schon vor zwei Wochen waren die meisten der gut 1407 Viertklässler (119 mehr als 2019), die in diesem Sommer auf die weiterführenden Schulen in Solingen wechseln, von ihren Eltern angemeldet worden. Das Verfahren an den Gesamtschulen endete damit. Die dabei abgelehnten Kinder wurden am Donnerstag beim abschließenden Anmeldetag an den anderen Schulen noch angemeldet.

Mit 634 angenommenen Kindern – 718 waren ursprünglich in diesen Schulen angemeldet worden – waren in Solingen die Schulen des längeren gemeinsamen Lernens wieder am stärksten nachgefragt. Besonders die Alexander-Coppel-Gesamtschule (247 Anmeldungen) und die Friedrich-Albert-Lange-Schule (270 Anmeldungen) mussten in den Koordinierungsgesprächen der vergangenen Wochen Kinder abgeben. Im Endergebnis werden die beiden Schulen wieder sechszügig, die Geschwister-Scholl-Schule fünfzügig, die Gesamtschule Höhscheid vierzügig und die Sekundarschule dreizügig arbeiten.

Aber auch die Nachfrage an den vier Gymnasien war groß. War sie im vergangenen Jahr auf 372 Kinder zurückgegangen, so fragten in diesem Jahr in Solingen wieder 433 Familien diese Schulform nach (August-Dicke-Schule 136, Gymnasium Schwertstraße 102, Humboldt 98, Vogelsang 97). Mit vermutlich einer zusätzlichen Klasse an der ADS können hier alle Kinder aufgenommen werden.

Leicht zurückgegangen war in der ersten Anmelderunde die Nachfrage an den drei Solinger Realschulen mit 263 Anmeldungen, nach dem Donnerstag waren es dann 334 Kinder (Theodor-Heuss-Schule 118, Albert-Schweitzer-Schule 134, Realschule Vogelsang 82). Hierhin wechselten die meisten der von den Gesamtschulen abgelehnten Kinder.

„Wir freuen uns, dass das Anmeldeverfahren gut funktioniert hat und fast alle Kinder in der Schule des Erst- oder Zweitwunsches unterkommen“, betont Peter Wirtz für den Schulleiter-Sprecherrat. Befürchtete Notmaßnahmen wie Überhangklassen seien im Sommer in Jahrgang fünf nicht notwendig. Lediglich an der August-Dicke-Schule wird wohl eine zusätzliche Eingangsklasse gebildet, bei den Realschulen stehen noch kleine Verschiebungen an.

Kritisch sieht Wirtz, dass die Gesamtschulen und Realschulen in Solingen bis an die Grenzen der Aufnahmekapazität gehen mussten, weil die Räume sonst nicht gereicht hätten. „Wenn die internationalen Seiteneinsteiger noch verteilt werden, müssen zügig die Maßnahmen des Schulentwicklungsplans umgesetzt und Überhangklassen im Jahrgang 7 gebildet werden“, so Wirtz. 

Standpunkt: Eltern entscheiden vernünftig

simone.theyssen-speich @solinger-tageblatt.de

Ein Kommentar von Simone Theyßen-Speich

Die Zeiten, in denen lange Schlangen von Eltern mit ihren Viertklässlern am Anmeldetag vor den Schulen standen, sind zum Glück vorbei. Das breit aufgestellte Angebot an Schulen und Schulformen und der gute Ruf der Solinger Bildungslandschaft haben bewirkt, dass Eltern die Entscheidung für die weiterführende Schule abgewogen treffen. Das Angebot an Schulen des längeren gemeinsamen Lernens bietet vier Gesamtschulen und eine Sekundarschule, viele Eltern haben mit der Angabe eines möglichen Zweitwunsches die Koordinierung leichter gemacht.

Und auch die Schulen des dreigliedrigen Systems, das in Solingen nach Schließung der letzten Hauptschule ja nur noch ein zweigliedriges System ist, stellt sich mit verschiedenen Schwerpunkten vor. Eltern sind offensichtlich gut informiert, lassen Schwerpunkte, Profil und Schulweg in die Entscheidung einfließen.

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