Erbitterter Familienstreit

Angeklagter muss nach Prügelattacke 5000 Euro zahlen

Nach einer gefährlichen Attacke mit einem abgebrochenen Ast auf seinen erwachsenen Stiefsohn hat eine 61 Jahre alter Angeklagter aus Merscheid seine Strafe angenommen.

Für seine erste Verurteilung muss der verheiratete Facharbeiter 5000 Euro zahlen, seine Einkünfte aus 100 Tagen. Hintergrund soll ein erbitterter Familienstreit sein.

Laut Urteil sah der Angeklagte am 4. Juli 2019 den Stiefsohn neben seinem Auto knien. Der Angeklagte habe befürchtet, ihm sollten die Reifen zerstochen werden; deshalb sei es zum Angriff gekommen. Der Stiefsohn erlitt einen Schlag und floh. Er ließ sich in einer Klinik untersuchen. Es folgte eine Krankschreibung über zwei Wochen. Der Angeklagte wiederum soll nach seiner Attacke noch das Auto des Stiefsohns gesucht haben, in dem dessen Lebensgefährtin saß. Der 61-Jährige habe kommentiert: „Da bist Du ja, Du fette Sau.“

Laut Angehörigen dreht sich der Familienstreit um die Partnerschaft des Geschädigten und dessen zurückliegenden Auszug von zu Hause. Der Stiefsohn habe seiner Mutter monatlich geliehenes Geld zurückgezahlt – per Umschlag im Briefkasten und ohne zu klingeln. Den Einwurf habe er jeweils fotografiert. Ausgerechnet an Tagen der Geldabgabe soll es mehrfach Schäden am Auto des Angeklagten gegeben haben. Deshalb hatte der am Tattag Ausschau gehalten und die Straße beobachtet.

Zur Berufungsverhandlung im Landgericht verdeutlichte die vorsitzende Richterin dem Mann, dass er für den Schlag die absolute Mindeststrafe bekommen habe. Das Amtsgericht habe wegen der Gesamtumstände eine Ausnahme gemacht. Dabei beließ es der 61-Jährige schließlich - sichtlich unzufrieden. Das Urteil ist rechtskräftig. dilo

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