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Angebote für Senioren sollen passender werden

Konferenz „Alter und Pflege“.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Der Gedanke, eine kultursensible Altenhilfe und -Pflege in der Klingenstadt zu ermöglichen, sei nicht neu, sagte Regina Strahl vom Parisozial Solingen – er solle jetzt aber noch einmal deutlich und spürbar angeschoben werden, so dass rasch sichtbare Ergebnisse produziert würden.

Strahl ist eine von mehreren Seniorenberaterinnen, die im Zuge des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes „Guter Lebensabend NRW“ eingestellt wurden. Zwischen dieser Initiative und dem ebenfalls für Solingen bewilligten Projekt „GeniAL“, in dem es vornehmlich um Bewegung und gesunde Lebensführung im Alter geht, bestehe dazu eine enge Verknüpfung. In der nun abgehaltenen Konferenz zum Thema „Alter und Pflege“ stellte Regina Strahl gemeinsam mit Kollegin Lisa Böll konkrete Handlungsfelder vor, um zukünftig mehr Senioren ein für sie passgenaues Pflegeangebot machen zu können.

Infoveranstaltungen in der Muttersprache

In Solingen haben, so die Initiatoren, rund 24 Prozent der Bürgerinnen und Bürger über 55 Jahre eine Einwanderungsgeschichte. Die fünf häufigsten Herkunftsländer sind Griechenland, Italien, Polen, Russland und die Türkei. Der Blick in den nun zur Konferenz vorgestellten Veranstaltungskalender weist unter anderem Schulungen sogenannter Bewegungsbegleiterinnen aus. Hinzukommen darüber hinaus unter anderem auch muttersprachliche Infoveranstaltungen für die verschiedenen Zielgruppen – inklusive der Besichtigung einer Einrichtung.

Mit dem in Kürze beginnenden Bau einer weiteren Pflegeeinrichtung auf der Beethovenstraße werde der ermittelte Bedarf an vollstationären Pflegeplätzen 2024 leicht übererfüllt sei, erläuterte Martina Richartz vom Stadtdienst Soziales auf der Konferenz die neue und verbindliche Bedarfsplanung für Pflegeplätze in der Klingenstadt.

Mehr Bauten seien daher nicht geplant – nicht zuletzt auch deshalb, weil schon jetzt die Ressource Personal fehle, um die aktuell vorhandenen Pflegeplätze ausreichend abdecken zu können. Daher verstärke man fortan die Förderung ambulanter Pflegeunterstützung.

Neues Koordinierungsbüro unterstützt und vernetzt

Derweil stellte Tassilo Mesenhöller vom Hauspflegeverein das Koordinierungsbüro Pflegeselbsthilfe vor, das seit Juli beim Hauspflegeverein verankert ist. Es handelt sich hierbei um ein Gremium, das die Vernetzung und Unterstützung zum Beispiel von Selbsthilfegruppen begleiten soll (das ST berichtete).

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