Umbau

Am Birker Bad entsteht ein neuer Weg im Park

Am ehemaligen Birker Bad haben die Arbeiten für dessen Umbau für Handel und die Errichtung von Wohnungen begonnen. Die Parkanlage bleibt über einen neuen Fußweg erreichbar. Foto: Tim Oelbermann
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Am ehemaligen Birker Bad haben die Arbeiten für dessen Umbau für Handel und die Errichtung von Wohnungen begonnen. Die Parkanlage bleibt über einen neuen Fußweg erreichbar.

Die Bezirksvertretung Mitte stimmte der Fällung von zwei Bäumen nebst Ersatzpflanzungen zu.

Von Philipp Müller

Der Bagger war für das Neubauprojekt von 40 Wohnungen neben dem ehemaligen Birker Bad bereits aktiv. Eine „Schrottimmobilie“ wurde bereits niedergelegt. In Kürze soll auch der Umbau des ehemaligen Schwimmbads zu einem Einzelhandelsstandort starten. Die Vertreter der Bezirksvertretung (BV) Mitte wurden darüber informiert, dass für die gesamte Maßnahme ein Fußweg in der nahen Parkanlage verlegt werden muss. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurde die BV über rechtliche und finanzielle Details informiert. Das geschieht immer dann, wenn ein Dritter, hier die Borodimos-Gruppe als Investor, beteiligt ist.

Das Familienunternehmen aus Düsseldorf hatte die Immobilien im vergangenen Jahr von einem Voreigentümer aus Erftstadt erworben. Um für einen geplanten Bio-Supermarkt Parkplätze auf einer gepflasterten Fläche schaffen zu können, verkaufte die Stadt ein kleines Stück der Parkanlage Birkenweiher an Borodimos.

„Es ändert sich im Park nichts an den Wegebeziehungen.“

Melanie Wachenfeld-Schöpp zum neuen Weg am Birker Bad

Das habe zur Konsequenz, dass nun ein Fußweg, der aus dem Park hinter dem Schwimmbad entlang Richtung Werwolf verläuft, umgelegt werden müsste, berichtete Melanie Wachenfeld-Schöpp in der BV-Sitzung. Sie ist bei der Stadt für die städtischen Grünflächen verantwortlich. Zusammen mit der Grün- und Wegekommission der BV schlug sie vor, zwei Bäume – einer sei bereits geschädigt – zu fällen und nach der Verlegung des Weges drei neue Bäume zu fällen.

Das wurde so einstimmig angenommen. Das auch deshalb, weil Wachenfeld-Schöpp versicherte: „Es ändert sich im Park nichts an den Wegebeziehungen.“ Zudem trage der Investor die Kosten der Umbaumaßnahmen für den neuen Weg. Die Abteilungsleiterin kündigte zudem an, dass im Park im Zuge der Arbeiten eine Tischtennisplatte versetzt und eine neue Hecke zur Wohnbebauung für mehr Sichtschutz sorgen werde.

Einig waren sich die Stadtteilparlamentarier in einem von der Horst Janke (FDP) beantragten Appell, den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) über die Stadt Solingen zu mehr Pünktlichkeit bei den S-Bahnen aufzurufen. Dietmar Gaida (Grüne), der lange im VRR-Gremium der beteiligten Kommunen an dem Verkehrsverbund saß, war aber skeptisch, ob die Stadt erhört werde. „Das Thema gibt es schon lange, Solingen liegt leider am Rande des VRR mit Endstationen.“ Ebenfalls einig war sich die BV Mitte, einem Antrag der CDU zu folgen, der von der Verwaltung ein Konzept für den Waldumbau im Stadtgebiet mit den am „Runden Tisch Wald“ Vertretenen zu erarbeiten und spätestens bis zum Herbst vorzulegen. Hintergrund: Der Klimawandel und die Trockenheit haben teils dramatische Folgen wie das Waldsterben ganzer Bestände zur Folge. Die CDU hatte den Antrag gleichlautend bereits in anderen Bezirksvertretungen gestellt. Auch dort stimmte die Politik dem Ansinnen zu.

Wie kompliziert heute eine Sitzung über den digitalen Weg mittels Zoom-Videokonferenz sein kann, wurde dann am Rande deutlich. Als es um die Vergabe von freien Budgetmitteln aus dem Etat der BV ging, hatte Bezirksbürgermeister Hans-Jörg Schweikhart (CDU) alle Mühe, das Abstimmungsverhalten zu werten. Mal auf Antrag der AfD, mal aus den Reihen von Grünen und SPD wurde wiederholt abgestimmt. Am Ende freuten sich die Naturfreunde Theegarten über 3250 Euro und die Elterninitiative Kinderladen über 1900 Euro Zuschuss.

Öffentliches WC

Weiter geschlossen bleibt die WC-Anlage der Firma Stroer am Breidbacher Tor in der Innenstadt. Wie die Verwaltung in der Bezirksvertetung Mitte mitteilte, gab es im Januar zuletzt einen großen Wasserschaden in der Anlage. Dessen Reparatur lasse auf sich warten. Verschiedene Bezirksvertreter regten an, die Verwaltung möge dann doch bitte Hinweisschilder zu der defekten Toilette verbergen.

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