Historisches Foto

Wo schwimmt diese lustige Ente?

Wo diese lustige Ente schwimmt, das wird vielen Solingern schnell klar sein.
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Wo diese lustige Ente schwimmt, das wird vielen Solingern schnell klar sein.

Das Stadtfest aus den 90er Jahren wurde gesucht – viele Zuschriften mit Erinnerungen zu Solinger Festen gingen beim ST ein

Von Moritz Berger

Wo diese lustige Ente schwimmt, das wird vielen Solingern schnell klar sein. Sicherlich ranken sich viele Erinnerungen und Erlebnisse vergangener Tage um diesen Ort. Senden Sie uns Ihre Geschichten bitte bis kommenden Donnerstag, 5. August, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail: redaktion@solinger-tageblatt.de.

In Pandemiezeiten ist an Feste und volle Straßen nicht zu denken. Entsprechend leer zeigt sich die untere Hauptstraße.

Vorbei an einem großen Karussell und entlang an üppig bestückten Ständen, bahnen sich die Menschen ihren Weg über die untere Hauptstraße. Ein Bild, das in diesem Tagen angesichts des täglichen Blicks auf Infektionszahlen vollkommen aus der Zeit gefallen wirkt. Dabei dürfte sich bei dem einen oder anderen auch ein unbehagliches Gefühl ob der vielen Menschen ohne jeglichen Abstand einstellen. Zugleich trifft das Bild einen Nerv, denn nach eineinhalb Jahren Pandemie wünschen sich etliche Menschen nichts sehnlicher als etwas Normalität zurück. Deshalb ist es keineswegs verwunderlich, dass viele ST-Leserinnen und -Leser gerne an vergangene Feste zurückdenken und in Erinnerungen schwelgen. Dabei ist allen Feiern etwas gemeinsam: ihre Einzigartigkeit. Jene spiegelt sich auch in zahlreichen Zuschriften wider, die uns in der letzten Woche erreicht haben. So unterschiedlich wie die Erinnerungen sind allerdings auch die Feste, auf die zurückgeblickt wurde. An die Fete am Denkmal in Höhscheid denkt derweil ST-Leserin Alexandra Triesch zurück. Doch auch an das Dürpelfest in Ohligs und das Gräfrather Marktfest erinnert sie sich und ergänzt, dass keine Feiern ausgelassen worden sind. Darüber hinaus wird bei Facebook an das Nümmener Heimatfest aber auch allgemein an die Feiern in den kleinen Ortschaften gedacht. Für denkwürdige Momente haben allerdings ebenso die Gräfrather wie auch die Bienenkirmes gesorgt.

Viele Menschen bahnten sich ihren Weg über die untere Hauptstraße: Das vierte Solinger Stadtfest fand hier im Jahre 1992 statt.

Um die Lösung unseres historisches Fotos aus der Vorwoche handelt es sich bei den genannten Zuschriften jedoch nicht, und auch sonst wusste niemand die ganz korrekte Antwort. Bei der abgebildeten Feier handelt es sich nämlich um das vierte Stadtfest von 1992. In der Fußgängerzone der Innenstadt beheimatet, existiert das Stadtfest jedoch nicht mehr. Bis heute und schon seit dem Jahre 1969 findet dagegen der Zöppkesmarkt statt, den viele auf dem Bild zu erkennen glaubten. Insbesondere der Ort, den sich beide Feiern teilen, war häufig das Indiz für den Zöppkesmarkt. So erkennt auch ST-Leserin Elke Steinhaus die untere Hauptstraße eindeutig an dem Geschäft Quelle, dessen Leuchtreklame im Hintergrund zu sehen ist.

Zöppkesmarkt als Treffpunkt in der Innenstadt und Ort der Geselligkeit

„Damals ging ich natürlich hin“, erinnert sich Steinhaus, denn „damals war so ein Trödelmarkt noch etwas Besonderes“. Elke Steinhaus berichtet außerdem, dass sie früher „noch so manches Schnäppchen machen konnte und eigentlich immer eine Kleinigkeit mit nach Hause ging“. Durch die feste Etablierung des Zöppkesmarktes im Stadtleben bot er immer auch die Möglichkeit, „mit Freunden ein Bierchen zu trinken und alte Bekannte zu sehen“, wie sich Alexandra Triesch erinnert. Auch für Elke Steinhaus ist das Straßenfest immer ein Ort für Geselligkeit, denn „man hat sich entweder gezielt verabredet oder zufällig Bekannte getroffen“.

Über die Bedeutung des Zöppkesmarktes, die sich aus dessen langer Geschichte ergibt, weiß Norbert H. Posthum zu berichten. Er führt aus, dass „diese Veranstaltung eine Magnetwirkung über die Stadtgrenzen hinaus hat“. Jedes Jahr am zweiten Wochenende im September findet in Nicht-Corona-Zeiten der Trödelmarkt statt. Doch in der Anfangszeit stieg die Feier in der Innenstadt bereits am ersten Septemberwochenende, erinnert sich Steinhaus. Auf das Wetter angewiesen war der Zöppkesmarkt auch unabhängig vom Wochenende. „Einmal war es so kalt, dass Glühwein verkauft wurde, oft regnete es aber auch“, berichtet Elke Steinhaus.

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