Alles klar für den Abriss der Beckmann-Brauerei

Reste des ehemaligen Keller-Kinos im Gewölbe der Beckmann-Brauerei hat Tageblatt-Fotograf Christian Beier entdeckt.

BAUEN Grundstück wird freigeräumt. Investoren arbeiten an Plänen für ein Senioren-Zentrum.

Von Dirk Lotze (Text) undChristian Beier (Fotos)

ST-Leser haben es richtig bemerkt: Die seit langem brachliegenden Gebäude der ehemaligen Beckmann-Brauerei an der Schützenstraße in der Südstadt werden abgebrochen. Stadtdirektor und Baudezernent Hartmut Hoferichter bestätigte auf ST-Anfrage: „Das Baufeld wird jetzt freigemacht.“

Es besteht enger Kontakt zwischen den Bauexperten und der Stadt

Die Arbeiten seien allerdings noch kein Signal für einen Baubeginn des geplanten Senioren-Zentrums. Nach ST-Informationen könnten ab dem Frühjahr 80 Wohnplätze in Einzelzimmern, dazu rund 20 Dauerpflegeplätze und 50 behindertengerechte Appartements für betreutes Wohnen entstehen. „Die Verwaltung führt mit den Projektbeteiligten Gespräche, um den Bauantrag vorzubereiten“, sagte Hoferichter. Es bestehe ein enger Kontakt der städtischen Bauexperten zu den Architekten.

BETREIBEREINRICHTUNGEN Bereits an 13 Standorten in NRW, Rheinland-Pfalz und Bayern betreibt die Malteser St. Anna gGmbH Seniorenstifte, Wohn- und Pflegeeinrichtungen, Hospize, zwei Krankenhäuser sowie diverse ambulante Pflegedienste. Die Investoren arbeiten aber auch mit anderen Betreibern zusammen.Auch rechtlich tut sich etwas im Projekt an der Schützenstraße. Die bisherige Eigentümerfirma aus Wirges im Westerwald wies Fragen des ST nach dem Stand der Arbeiten ab: Man sei nicht mehr zuständig. Die Projektfirma von Fußball-Legende Paul Breitner und Partner August Lotz in Velbert hielt sich ebenfalls bedeckt: Man trete erst an die Öffentlichkeit, wenn der Bauantrag genehmigt sei.

Wann das der Fall sein kann, lasse sich nicht voraussagen, merkte Hoferichter an. Der derzeitige Abbruch geschieht aufgrund einer bestehenden Genehmigung, teilt die Verwaltung mit. Demnach blieben nur die denkmalgeschützten Teile der stillgelegten Brauerei erhalten.

Das Trümmerfeld auf dem Gelände erstreckt sich bereits von der Zufahrt an der Schützenstraße nahe einer Tankstelle bis zum rückwärtigen Teil der Fläche. Durchbrüche öffnen sich in die immer noch mit alten Sofas bestückten Gewölbe des ehemaligen Kellerkinos. Wegen der verfallenden Bauten habe es Bürgerbeschwerden gegeben, sagte Hoferichter: „Das Grundstück war in keinem erstrebenswerten Zustand.“

Für die künftige Senioreneinrichtung an der Schützenstraße scheint auch ein möglicher Betreiber und Träger festzustehen. Es könnte eine Caritas-Tochter sein, die Malteser St. Anna gGmbH mit Sitz in Duisburg. Damit arbeitet die Paul Breitner & Adolf Lotz Projektentwicklung zusammen.

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