Eröffnung im Frühjahr 2021

Aldi: Aufderhöhe erhält Instore-Konzept

Mit Aldi entsteht ein neuer Discounter in Aufderhöhe an der Friedenstraße. Im Frühjahr 2021 soll er öffnen. Foto: Christian Beier
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Mit Aldi entsteht ein neuer Discounter in Aufderhöhe an der Friedenstraße. Im Frühjahr 2021 soll er öffnen.

Im Frühjahr 2021 soll auf dem ehemaligen Telekom-Grundstück ein Supermarkt öffnen.

Update vom 28. August, 12.20 Uhr: Discounter äußert sich zu den Plänen

Das ST hatte berichtet, dass die Arbeiten für einen neuen Aldi an der Friedenstraße begonnen haben. Der Discounter äußerte sich jetzt konkret zu den Plänen. Der neue Standort passe in die Umsetzung des neuen Instore-Konzepts von Aldi Nord, berichtet ein Sprecher. Es gehe um mehr Platz und breitere Gänge sowie ein vergrößertes Angebot an frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Backwaren. „Dafür erweitern wir die Verkaufsfläche auf rund 1400 Quadratmeter“. Das gelte tendenziell für alle Märkte, wo dies möglich sei.

In Aufderhöhe ist der nächste größere Bauabschnitt ab Anfang Oktober geplant. Dann sollen die erforderlichen Straßenumbauarbeiten in Abstimmung mit der Stadt parallel zum Bau des Marktes ausgeführt werden. Das soll etwa vier Wochen dauern. 111 Parkplätze erwarten die künftigen Kunden. Auch das Thema Nachhaltigkeit setze Aldi Nord um: Die neuen Filialen werden mit einem modernen Licht-, Farb- und Energiekonzept, einer Photovoltaikanlage auf dem Marktdach und einer Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet. pm

Unser Artiekl vom 26. August, 14 Uhr: Aldi baut an Aufderhöhes Einkaufsmeile

Von Philipp Müller

Solingen. Bagger haben an der Friedenstraße 94 damit begonnen, das Grundstück für den Bau eines neuen Aldi-Supermarktes vorzubereiten. Er wird dann die Lücke zwischen Kaufland und Rewe in Aufderhöhes Einkaufsmeile schließen. Bauherr ist eine Tochter des Konzerns Aldi Nord. Er verkündet auf einem großen Banner am Eingang des Grundstücks, dass der Markt im Frühjahr 2021 eröffnen werde. Aldi selbst äußerte sich auf Tageblatt-Nachfrage nicht zum laufenden Bau.

Noch steht der frühere Mast der Telekom auf dem Grundstück. Dem Bonner Konzern gehörte das Areal vorher. Doch soll der Turm in Kürze durch eine Solinger Firma zurückgebaut werden.

Mit der Aufnahme der Bautätigkeit endet ein zehn Jahre laufendes Verfahren. Die Stadt hatte sich gegen die Ansiedlung des Supermarktes an dieser Stelle gewehrt. Verwaltung, Stadtrat und auch die Bezirksvertretung argumentierten gemeinsam, er stehe im Widerspruch zum Einzelhandelskonzept der Stadt Solingen. Die ablehnende Haltung für eine Baugenehmigung landete schließlich vor Gericht. Dort siegte der Projektentwickler Dorn + Partner aus Chemnitz, der für Aldi, aber auch Lidl, Grundstücke zur Projektreife für Discounter bringt.

Solingen ringt mit Discountern vor Gericht um Standorte

Dass die Stadt von den Discounter-Konzernen vor Gericht gezogen wird, ist nicht neu. Ein juristisches Tauziehen gab es auch um den Lidl-Markt auf dem früheren Credo-Grundstück an der Scheidter Straße. Am Ende entstand dort doch der Markt.

Dorn + Partner sind entweder für Lidl oder Aldi auch an einem Grundstück des Solinger Turnerbunds an der Zietenstraße interessiert. Der Verein will 3000 Quadratmeter an die Chemnitzer verkaufen, die den Baugrund dann weiterreichen werden. Das soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen, berichtet zuletzt Vereinschef Lutz Nippes. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verein die Verkaufsverhandlungen mit einem Volumen von rund 600 000 Euro erstmals bestätigt.

Der Expansionskurs der Discounter bleibt in der Stadt weiter umstritten. Politik und Verwaltung fürchten weiter, dass Kaufkraft aus den Stadtzentren abgezogen wird, wenn sich solche Einkaufsmeilen wie in Aufderhöhe bilden. Um die Entwicklung der Stadtzentren bemüht sich die Verwaltung gerade mit Konzepten für Ohligs, Wald und die Innenstadt.

170 Wohnungen will der Berliner Investor Kondor Wessels in Wald bauen – auf dem Grundstück befindet sich zurzeit noch die Firma Breuer & Schmitz. Das offenbart einen grundsätzlichen Konflikt. Denn Gewerbeflächen in der Stadt sind rar, doch auch die Nachfrage nach Wohnraum wächst.

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