Aktionswoche endet erfolgreich

„Nein! zu Gewalt gegen Frauen“

Von Manuel Böhnke

Heute finden die letzten Veranstaltungen der Aktionswoche „Nein! zu Gewalt gegen Frauen“ statt. Bereits gestern zog die städtische Gleichstellungsbeauftragte Astrid Hofmann ein durchweg positives Fazit: „Ich bin begeistert, wir haben viel positive Rückmeldung erhalten.“ Sie hält es für wahrscheinlich, dass einige Programmpunkte im kommenden Jahr wiederholt werden.

Die Aktionswoche hatte das Ziel, ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen zu setzen. Gelingen sollte das durch das Sensibilisieren der Öffentlichkeit für das Thema. Zudem sollten verschiedene Maßnahmen Menschen miteinander ins Gespräch bringen und auf Hilfsangebote aufmerksam machen.

Lediglich eine der zahlreichen Veranstaltung musste krankheitsbedingt abgesagt werden. Die übrigen konnten trotz der verschärften Corona-Lage stattfinden, wenngleich teilweise in angepasster Form. Unter anderem haben sich der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt, die Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, das Frauenforum und der Jugendstadtrat beteiligt. Auch der Weiße Ring, der Club Solingen von Soroptimist International und der Zonta-Club Wuppertal waren dabei.

Wohl das größte Aufsehen erregten zwei Aktionen am Donnerstag. „Wir haben 24 000 Brötchentüten verteilt“, erklärte Manuela Rabenschlag, Präsidentin des Zonta-Clubs Wuppertal. Sie wurden von Bäckern in Remscheid, Solingen und Wuppertal unters Volk gebracht. In der Klingenstadt beteiligten sich 18 Filialen der Bäcker Schüren, Stöcker und Evertzberg.

Gebäude in Solingen sollen auch 2022 orangefarben leuchten

Wichtiger als der Inhalt war ausnahmsweise die Verpackung: Die Tüten waren mit Kontaktdaten verschiedener Beratungsstellen bedruckt. „Das halten wir für sehr sinnvoll, weil man auf diesem Weg ohne große Hürden viele Menschen erreicht“, betonte Kathleen Graf von der Bäckerei Schüren. Astrid Hofmann ist zuversichtlich, dass die Aktion im kommenden Jahr eine Wiederholung findet.

Gleiches gilt für den „Orange Day“, an dem Solingen erstmals teilgenommen hat. Rund ein Dutzend Gebäude in der Klingenstadt erstrahlten am Donnerstagabend in Signalfarben, darunter das Rathaus, die Kirche Ketzberg und der Gräfrather Lichtturm.

Noch bis zum 6. Dezember wird auch das Kunstmuseum in Gräfrath orangefarben angestrahlt. Dessen Leiterin Gisela Elbracht Iglhaut, gleichzeitig Solinger Soroptimist-International-Präsidentin, hob den Netzwerkgedanken der Aktionswoche hervor: „Wir haben alle das gleiche Ziel.“ In der engen Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure sah Astrid Hofmann einen Indikator für die Bedeutung des Problems: „Das Thema Gewalt gegen Frauen war selten so präsent.“

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