Personalengpass

Ärztin aus dem Gesundheitsamt hilft in der Kinderklinik aus

Massive Krankheitswelle bei kleinen Patienten. Verschiebbare Operationen werden derzeit gestoppt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Es ist ein Novum und zeigt, wie dramatisch die Lage in der Kinderklinik derzeit ist. Ab kommender Woche hilft eine Fachärztin für Kinderheilkunde aus dem Kinder- und Schulärztlichen Dienst der Stadt im Klinikum aus. „Sie wird ab Montag an drei Nachmittagen in der Woche in der Kinderklinik mitarbeiten. Ich bin froh, dass wir so spontan und unbürokratisch unterstützen können – zum Wohle der Kinder“, betont Dr. Annette Heibges, Leiterin des Stadtdienstes Gesundheit.

Mangel an Fachpersonal ist eines der Probleme, mit denen die Kinderklinik im Klinikum gerade zu kämpfen hat. Weil Virus- und Atemwegserkrankungen, besonders das RS-Virus, aber auch die Influenzawelle derzeit grassieren und vor allem Säuglinge und Kleinkinder oft mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden müssen, sind die 21 Betten der Kinderstation im Klinikum seit zwei Wochen konstant belegt. „Immer wieder müssen besonders schwer erkrankte kleine Patienten auch auf der pädiatrischen Intensivstation behandelt werden, bis sich ihre Atmung wieder stabilisiert hat“, beschreibt Klinikum-Sprecherin Karin Morawietz die Situation.

Versorgung von Not- undAkutfällen hat Vorrang

Krankheitswelle mit voll belegten Betten, Fachkräftemangel und zudem krankheitsbedingte Ausfälle beim Personal – aktuell müssen planbare beziehungsweise verschiebbare Operationstermine bei Kindern im Vorschulalter vorübergehend gestoppt werden. „Hierbei geht es um Eingriffe in den Bereichen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Urologie“, erklärt Karin Morawietz. Die Versorgung von Not- und dringenden Akutfällen habe in der angespannten Lage Vorrang. Die Leitung des Städtischen Klinikums geht nicht davon aus, dass sich die Situation bis Weihnachten entspannen wird.

Deshalb sollen ab nächster Woche Kinder auch auf anderen Stationen des Hauses aufgenommen werden, auf denen sie von Ärzten der Kinderklinik betreut werden. Klinikum-Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer appelliert an die Eltern: „Die Kinderklinik steht rund um die Uhr mit ihrem Versorgungsangebot zur Verfügung. Bei nicht dringenden Fällen ist aber Geduld gefragt.“

Auch Dr. Annette Heibges möchte die wohnortnahe Versorgung der Kinder aufrechterhalten. „Durch die Absendung einer Ärztin müssen wir jedoch im Gesundheitsamt neu planen und vereinbarte Termine im Dezember für Schuleingangsuntersuchungen zum Teil verschieben“, bittet sie um Verständnis.

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