Ärzte helfen mit neuem Medimobil bedürftigen Patienten

Stellten das neue Medimobil vor (v. l.): Dr. Christoph Zenses, Holger Migdalek vom DRK, Dr. Annegret Wagner, Ulrike Martini, Elden Keusen und Lily Röttgen von der Metzgerei Steimel, die für Essenstüten sorgt.Foto: cb
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Stellten das neue Medimobil vor (v. l.): Dr. Christoph Zenses, Holger Migdalek vom DRK, Dr. Annegret Wagner, Ulrike Martini, Elden Keusen und Lily Röttgen von der Metzgerei Steimel, die für Essenstüten sorgt.Foto: cb

Neues Fahrzeug ist ab Dienstag im Einsatz – viele Solinger spendeten für die 80 000 Euro teure Anschaffung

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen Holger Migdalek vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) gab sich am Dienstag begeistert von dem neuen Medimobil. Erst am Freitag hat er das Auto abgeholt, berichtet er. Von nun an wird der nagelneue Mercedes-Sprinter dienstags die Runde von der Tafel an der Ernst-Woltmann-Straße, dann zum Mühlenplatz und zum Schluss nach Ohligs fahren.

Migdalek und Dr. Annegret Wagner von der Hausarztpraxis Vereinsstraße sind das erste Duo, das nach dem Lockdown wieder regelmäßig zu sozial schwachen Patienten fährt, die es scheuen, Arztpraxen aufzusuchen. Dazu war der Lieferwagen von einer Spezialfirma zum medizinischen Fahrzeug ausgerüstet worden: Hell und geräumig ist es in seinem Inneren. Er bietet somit ausreichend Platz für Patient und behandelnden Arzt. Drehstühle vereinfachen die Untersuchungen, Schubladen und Schränke bieten Stauraum für Medikamente, Verbandszeug und Equipment. Ein robuster, rutschfester Bodenbelag nimmt auch Streusalz oder Nässe nicht so schnell übel.

Der Wagen ersetze ein älteres Medimobil, das in die Jahre gekommen ist, berichtet Dr. Christoph Zenses. Neu ist auch nach dem Lockdown, dass sich nun die Praxis Vereinsstraße mit sieben Ärzten aus verschiedenen Generationen um die Organisation kümmert. „Wir erstellen auch die Dienstpläne“, sagt Ulrike Martini, medizinische Fachangestellte, deren Job es nun ist, die Ärzte aus dem Solimed-Netzwerk rund ums Jahr einzuteilen.

Der neue Wagen sei durch die Spenden vieler Bürger und Firmen zustande gekommen, sagt Dr. Zenses. 80 000 Euro hat das neue Medimobil gekostet. Dafür habe man lange sammeln müssen. „Wir wollten eine langfristig taugliche Lösung“, sagt er. Außerdem fahre der Wagen nicht nur als Medimobil für die Tafel, sondern er soll in Kürze für die mobilen Impfungen pflegebedürftiger Solinger eingesetzt werden, die nicht selbst ins Impfzentrum kommen können. Großsponsoren wie die Stadt-Sparkasse, Walbusch und der Lions-Club haben mit ihren Logos nun neben dem DRK-Zeichen einen Platz auf dem Lack des Sprinters bekommen.

Neu im Team ist die Metzgerei Steimel. Auch in früheren Zeiten habe man immer Essenstüten an Bord gehabt, sagt Dr. Annegret Wagner. Lily Röttgen von Steimel hatte zum Auftakt zwölf Portionen belegter Brötchen dabei.

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