Festakt

Älteste Solinger Gesamtschule wird 40

Zum Festakt anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Alexander-Coppel-Gesamtschule konnte Schulleiter Andreas Tempel auch die ehemalige NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann begrüßen.
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Zum Festakt anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Alexander-Coppel-Gesamtschule konnte Schulleiter Andreas Tempel auch die ehemalige NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann begrüßen.

Alexander-Coppel-Gesamtschule feiert am Samstag Schulfest und Ehemaligentreffen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. 33 Jahre lang hieß die Schule Gesamtschule Solingen, seit sieben Jahren trägt sie den Namen Alexander-Coppel-Gesamtschule (ACG). Zusammen sind das 40 Jahre Gesamtschule an der Wupperstraße. Und weil zudem das Verwaltungsgebäude als ehemalige Volksschule Kannenhof seit 120 Jahren besteht, wurde am Nachmittag gefeiert. Abgeordnete aus Land- und Bundestag hatten ebenso den Weg an die Wupperstraße gefunden wie Vertreter der Schulverwaltung, Lehrer und Schüler. Abi-T-Shirts aus vergangenen Jahrgängen zierten als Girlande die Mensa, in der der Festakt stattfand – musikalisch umrahmt von Schüler- und Lehrer-Auftritten.

Alexander-Coppel-Gesamtschule Solingen: Kunstlehrerin unterrichtet schon seit 40 Jahren

Großen Applaus bei der Begrüßung erhielt Gerhard Müller, der als Vorgänger des jetzigen Schulleiters Andreas Tempel die Schule fast 30 Jahre leitete. Übertroffen wurde das nur noch von Geli Vierhaus. Die Lehrerin für Kunst und Geschichte unterrichtet seit der Schulgründung 1982 bis zum heutigen Tag.

Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Schule der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat sich die ACG schon seit Jahren einen Namen gemacht. Bei der Feierstunde wurde der Schule jetzt der offizielle Titel „Mitarbeitende Unesco-Projektschule“ durch den Landeskoordinator der Unesco-Projektschulen Karl Hußmann verliehen.

Engagement und Vielfalt, das wird an der ACG großgeschrieben. Schüler und Lehrer präsentierten zum Auftakt ihre Schule in verschiedenen Sprachen, von Norwegisch und Vietnamesisch bis zu Arabisch und Tigrinya. Und sie stellten die vielfältigen Projekte der Schule vor: Antirassismus-AG, Streitschlichter, Buddy-AG, den Einsatz für den jüdischen Friedhof und vieles mehr.

„Auf all das könnt ihr sehr stolz sein“, griff Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) das vielfältige Engagement der Schülerinnen und Schüler auf. Und er betonte: „Auch vor 120 Jahren oder vor 40 Jahren standen die Menschen vor großen Herausforderungen, so wie wir jetzt wieder. Und weil das Leben nicht einfacher und die Krisen nicht weniger werden, ist es so wichtig, dass Lehrer und Schulen die Kinder stark machen, damit sie anpacken, gemeinsam etwas schaffen.“ Und er appellierte leidenschaftlich an die Schülerinnen und Schüler: „Ergreift die Chance, etwas zu schaffen, und lasst euch niemals sagen ,Das kannst du nicht!'“.

Das Engagement der Alexander-Coppel-Schule für die Erinnerungskultur und den jüdischen Friedhof war Festrednerin Sylvia Löhrmann ein Herzensanliegen. Die ehemalige NRW-Schulministerin war von 1984 bis 1994 selbst Lehrerin an der Schule. Und sie berichtete von ehemaligen Schülern und deren Erfolgen. „Bildungsaufstieg heißt oft auch sozialer Aufstieg“, warb sie für die Idee des Gemeinsamen Lernens. „Die Entwicklung und Arbeit an dieser Schule ist eine Erfolgsgeschichte.“

Schulleiter Andreas Tempel warf einen Blick zurück auf 40 Jahre Schulgeschichte. Am 30. August 1982 war die Schule als erste Gesamtschule Solingens zunächst an der Elsa-Brändström-Straße gestartet. Heute werden auf dem 20 000 Quadratmeter großen Gelände an der Wupperstraße 1350 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Und er freute sich auch über den Ausblick in die Zukunft: „Nächste Woche beginnen an der Schule die Sanierungen samt Neubau, in die insgesamt 15 Millionen Euro investiert werden.“

Samstag Schulfest

Feier: Am Samstag ist von 14 bis 18 Uhr das Schulfest auf dem Schulgelände, Wupperstraße 126.

Ehemalige: Ab 19 Uhr lädt am Samstag der Ehemaligenverein ehemalige Schülerinnen und Schüler zum gemütlichen Beisammensein ein.

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