Ausstellung

Abstrakte Kunst trifft auf Sport

Franz Leinfelder nennt die Bilder, in denen er verschieden Materialien neu zusammenstellt, sie mit Farben kontrastiert „Reliefcollagen“. Davon sind viele im Sportpark Landwehr zu sehen. Foto: Christian Beier
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Franz Leinfelder nennt die Bilder, in denen er verschieden Materialien neu zusammenstellt, sie mit Farben kontrastiert „Reliefcollagen“. Davon sind viele im Sportpark Landwehr zu sehen.

Der Langenfelder Künstler Franz Leinfelder stellt ab Freitag im Sportpark in Landwehr aus.

Von Philipp Müller

Der Sportpark Landwehr lädt zu einem eher ungewöhnlichen Event ein. Mit „Sport trifft Kunst“ wird der Fitness-Park bis zum 14. Januar auch zur Galerie. Franz Leinfelder stellt aus und am Freitagabend wird die Ausstellung eröffnet. Eigentümer und Geschäftsführer Hans Buschmann sei ein guter Freund vom ihm und habe ihn eingeladen, im Sportpark auszustellen, erzählt Leinfelder. Buschmann selbst gilt als ein großer Freund der Kunst, ist etwa Gönner und Mäzen des Kunstmuseums in Gräfrath. Über Kunst und Kultur tausche man sich gerne aus, erzählt Leinfelder.

Buschmann hat Leinfelder nicht ohne Grund ausgesucht. Viel Kraft, viel Leben und auch viel Qualität steckt in den Werken. Im Spaß sagt der Maler, der auch als Bildhauer arbeitet, dass die Arbeit im Atelier auch eine Art Sport sei. Sowohl geistige als auch körperliche Anstrengung bedeute das Erschaffen von Kunst. Der heute 77-Jährige, der nur einen Steinwurf vom Sportpark entfernt lebt, hat sein Atelier in Langenfeld. 1975 bis 1990 benutzte Franz Leinfelder als Atelier übrigens eine ausrangierte Schwebebahn aus Wuppertal, die auf sein Grundstück in Haan transportiert wurde.

In dieser Zeit setze sich der Maler intensiv mit Materialbildern auseinander, die er „Reliefcollagen“ nennt. Davon stellt er viele im Sportpark aus. Inspiration sind dem Künstler, der früher im Hauptberuf als Landvermesser arbeitete, seine vielen Reisen. Frankreich, Italien, Niederlande, Dänemark und Schweden sowie die Westküste der USA sind solche Ziele gewesen. Das führte auch zu Ausstellungen: 2001 war er auf Einladung der Galerie Lagard als Teilnehmer der Ateba im argentinischen Buenos Aires vertreten. Doch er stellte auch in Kalifornien aus.

In der Ausstellung „Sport trifft Kunst“ ist das gesamte bildnerische Schaffen des Langenfelders vertreten: Collagiertes und Gemaltes, abstrakte Bilder auf Leinwand und Reliefcollagen auf Holzplatte. Die Darstellungsarten zeigen deutlich die Handschrift von Leinfelder. Er arbeitet mit Ernsthaftigkeit und zugleich mit Leidenschaft. Bei Buschmann zeigt er vor allem Arbeiten aus dem vergangenen Jahr.

Künstler sucht im Matrialmix das Absurde, den Weg für Humor

FRANZ LEINFELDER

LEBEN Geboren wird er 1941 in Solingen, aufgewachsen ist er in Haan/Rheinland auf dem Bauernhof “Höfchen“. Vater Franz Xaver Leinfelder war Landwirt und selbst Kunstmaler. Erste Materialbilder entstehen im Atelier des Vaters.

Und seine Werke sind auch mit Humor ausgestattet, wie der Kunsthistoriker Dr. Fritz Jacobi, der langjährige Kurator der Berliner Nationalgalerie, anlässlich einer Eröffnung einer Leinfelder-Ausstellung in der Bundeshauptstadt sagte: „Es gibt bei ihm einige Figurationen, die ganz von diesem verschmitzten Lächeln getragen werden.“ Leinfelder erklärt, dass im Materialmix seiner Collagen durchaus das Absurde zu finden sei. Das Ergebnis könne der Betrachter dann durchaus als Humor des Überraschenden erkennen.

Vernissage, Freitag, 14. Dezember, 18 Uhr, Eintritt ist frei, , Landwehr 11, telefonische Anmeldung im Sportpark Landwehr unter Tel. 26 20 00 erbeten

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