Sonniges Wochenende

App und Abstand machen eine gemeinsame Wanderung möglich

Dirk Lotze (rechts) führte die Wanderer die Gräfrather Klostertreppe hinauf und von dort aus in umliegende Bachtäler. Foto: Christian Beier
+
Dirk Lotze (rechts) führte die Wanderer die Gräfrather Klostertreppe hinauf und von dort aus in umliegende Bachtäler.

Stadtzeit startete und endete in Gräfrath.

Von Anna Lauterjung

Gräfrath. Bei strahlendem Sonnenschein füllte sich der Gräfrather Marktplatz unter Einhaltung des Mindestabstands von eineinhalb Metern bereits 20 Minuten vor dem offiziellen Beginn der angekündigten Wanderung. Mit Rucksäcken auf dem Rücken und Stöcken in der Hand waren viele startklar für den Tag in der Natur rund um den historischen Ortskern. In der Mitte: Dirk Lotze. Der Journalist und Veranstalter der Stadtzeit-Wanderungen nutzte die Gelegenheit vor dem Startschuss, um dem einen oder anderen Teilnehmer die App zu erklären, die für die Wanderung nötig war. Und dann ging es auch schon los über die Gräfrather Höhen bis hin zum Ittertal, ganz nach dem Motto des Tages „Rundweg um Gräfrath – Historischer Ort und Landschaft im Wandel“.

Da ich alleine unterwegs war, schloss ich mich mit einem weiteren Teilnehmer namens Thomas zusammen. Er besaß kein Smartphone und konnte die App daher nicht installieren. Bisher sei dies auch nie ein Problem gewesen, sagt er. Dirk Lotze nutzt bereits seit einer Weile die Walkie-Talkie-App „Zello“ für seine Wanderungen. So können alle Teilnehmer ihn auf der Tour gut verstehen – und langsamere Wanderer gehen auf dem Weg nicht verloren. „Ich bin dann näher bei Dirk Lotze gelaufen, um ihm zuzuhören“, erklärt Thomas. Doch durch die Verschärfung der Maßnahmen sei dies jetzt nicht mehr möglich.

Zwischen den Teilnehmern muss zu allen Zeiten ein strenger Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden, sonst wäre die gemeinsame Wanderung nicht erlaubt. Kleine Gruppen dürfen sich auch nur bilden, wenn sie den Vorschriften entsprechen und aus maximal zwei Haushalten bestehen.

Um keinen zu verlieren, soll während der Wanderung zum Vorder- und Hintermann der Sichtkontakt gehalten werden. Informationen über Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder zur Gewerbeplanung an der Grenze zu Haan und Wuppertal, gegen die sich die Solinger Bürgerinitiative „Rettet das Ittertal“ wehrt, kommen über den Lautsprecher des Smartphones.

Die vielen Teilnehmer lassen sich nicht von der etwas aufwendigeren Organisation davon abringen, Spaß zu haben. Wie eine sehr lange Karawane ziehen wir durch die Bachtäler rund um Gräfrath. Immer wieder ertönt Lotzes Stimme aus meiner Jackentasche und weißt auf Interessantes hin.

Die Momente der Ruhe nutzen Thomas und ich dann aus, um uns zu unterhalten und die Natur zu genießen. Der Wuppertaler ist nicht das erste Mal bei einer der Stadtzeit-Wanderungen dabei, doch es ist die erste Tour mit Dirk Lotze durch Solingen. Er freut sich darauf, neue Ecken im bergischen Städtedreieck kennenzulernen und auf Bekanntes einen neuen Blick zu werfen.

Besonders interessieren ihn dabei die lokalpolitischen Themen, die Lotze in die Wanderungen einbaue, erklärt er. Und so lauschen wir beide interessiert, bis wir nach drei Stunden wieder im Ortskern von Gräfrath ankommen. Am Ende steht für Thomas eines fest: „Ich werde irgendwann wieder an einer Stadtzeit-Wanderung teilnehmen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: Landesweit höchster Wert - 7-Tage-Inzidenz weiter über 50
Corona: Landesweit höchster Wert - 7-Tage-Inzidenz weiter über 50
Corona: Landesweit höchster Wert - 7-Tage-Inzidenz weiter über 50
Solingerin Ricarda will bei Pro-7-Show 25.000 Euro gewinnen
Solingerin Ricarda will bei Pro-7-Show 25.000 Euro gewinnen
Solingerin Ricarda will bei Pro-7-Show 25.000 Euro gewinnen
Vollsperrung in der City wird aufgehoben
Vollsperrung in der City wird aufgehoben
Vollsperrung in der City wird aufgehoben
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein
23-Jähriger schlägt auf Kontrolleurin ein

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare