Verkehr

A 3: Langenfeld dämpft Erwartungen

Eine Autobahnanschlussstelle im Bereich Haus Gravener Straße wird zumindest geprüft.
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Eine Autobahnanschlussstelle im Bereich Haus Gravener Straße wird zumindest geprüft.

Eine Anbindung über die Haus Gravener Straße ist für Bürgermeister Schneider ein „No go“.

Von Andreas Tews

Die Überlegungen, im Bereich der Haus Gravener Straße in Langenfeld eine neue Autobahnanbindung zu schaffen, stoßen in der Nachbarstadt auf Kritik. Der dortige Bürgermeister Frank Schneider (CDU) erklärte in einer Stellungnahme auf der Internet-Plattform Facebook, dass diese Pläne für ihn ein „No go“ seien. Zugleich verweist er aber auch darauf, dass dies seine persönliche Meinung sei. Es sei nun an der Politik, das Thema zu erörtern und zu entscheiden.

Die Rathäuser von Solingen, Langenfeld und Leichlingen hatten der Politik vergangene Woche Überlegungen für eine bessere Anbindung der Städte an die Autobahn 3 vorgelegt. Vor allem ging es dabei um einen Ausbau des Autobahndreiecks Langenfeld mit einem neuen Zubringer aus Richtung Solingen und Leichlingen. In einem gemeinsamen Papier hatten Schneider, sein Leichlinger Amtskollege Frank Steffes und Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (beide SPD) erklärt, dass auch eine neue Anbindung über die Haus Gravener Straße „vertieft geprüft“ werden solle. Dies hatte Langenfeld jahrelang kategorisch ausgeschlossen.

Eine solche Anschlussstelle könnte – möglicherweise als Ersatz für die Zu- und Abfahrt an der Hardt – beim geplanten achtspurigen Ausbau der A 3 erfolgen. Sie würde die Anbindung Solingens an die Autobahn verbessern.

Schneider hält diese Variante vor allem aus Umweltschutzgründen für „indiskutabel“. Er befürchtet zu starke Eingriffe in das dortige Landschaftsschutzgebiet. Er betont, dass „die Verkehrsproblematik der Nachbarstädte nicht noch intensiver als bisher auf Langenfelder Boden gelöst werden kann“.

Langenfelder Politik hat sich bisher mit Ausbau des Dreiecks befasst

Im Langenfelder Planungsausschuss wurde nach Angaben des Vorsitzenden Georg Loer (CDU) vergangene Woche vor allem die Machbarkeitsstudie zum Dreieck Langenfeld vorgestellt. Über die Haus Gravener Straße sei nicht diskutiert worden. Loer selbst sieht diese Variante „eher kritisch“.

Im Solinger Rathaus zeigt man sich nicht überrascht. Schon vergangene Woche sei klar gewesen, dass es unterschiedliche Haltungen in den Städten gebe, sagte Rathaussprecher Thomas Kraft. Es sei aber gut, dass überhaupt wieder über die A-3-Anbindungen gesprochen werde. 

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