Ausstellung

89 Künstler zeigen 182 Werke

Bereiteten gestern die große Ausstellung im Theaterfoyer vor (v. l.): Felix Glücklich, Dagmar Becker, Peter Wischnewski, Ann-Liljana Bertram, und Timm Kronenberg
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Bereiteten gestern die große Ausstellung im Theaterfoyer vor (v. l.): Felix Glücklich, Dagmar Becker, Peter Wischnewski, Ann-Liljana Bertram, und Timm Kronenberg

Am Sonntag startet im Theater die Ausstellung „Kunstgenuss 60 plus“.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Am Donnerstagmorgen waren die Veranstalter von Kunstgenuss 60 plus sehr beschäftigt. Galt es doch die letzten angelieferten Bilder anzunehmen. Hintergrund ist die am Sonntag startende Ausstellung. Arbeiten mussten gesichtet, strukturiert und mit System gehängt werden. „Der Schnee-Einbruch ausgerechnet heute ist etwas lästig“, sagte Timm Kronenberg von vom City-Art Project, der gemeinsam mit Ann-Liljana Bertram vom Seniorenbüro und Felix Glücklich vom Kulturmanagement vor Ort war. Letzterer ist erstmalig dabei, weil er erst vor ein paar Monaten den Staffelstab von seiner Vorgängerin Dr. Vera Franke übernommen hat, die in den Ruhestand gegangen ist.

Schließlich galt es für 182 Werke von 89 Künstlern und Künstlerinnen einen guten Platz zu finden. So dass die Arbeiten ihre optimale Wirkung gut entfalten können.

Damit sei man nun wieder auf Vor-Corona-Niveau, sagt Timm Kronenberg überaus zufrieden mit der Resonanz. Gemeinsam mit Kulturdezernentin Dagmar Becker, die es sich nicht nehmen ließ schon vor der Vernissage am Sonntag ein paar interessierte Blicke auf die Bilder zu werfen, gab er sich regelrecht begeistert „von der überwältigenden Vielfalt an Stilen, Formaten und Motiven, die hier wieder einmal zusammentreffen“. Einige sind perfekt gerahmt, andere sozusagen „roh“. Reiseeindrücke wie ein detailverliebtes Bild von Straßburg, Stillleben, abstrakte Kunst, Impressionen, aber auch Collagen oder mit dickem Spachtel aufgetragene reliefartige Arbeiten sind dabei.

„Wieder lesen wir viele Namen an den Bildern, die uns in all den Jahren bekanntgeworden sind“, sagt Kronenberg, der seit 2007 mit im Veranstaltungsboot sitzt. „Zum Beispiel schickt uns das Gerhard- Berting-Haus jedes Jahr viele Arbeiten, die wohl in einer Malgruppe dort entstanden sind. Aber es gibt auch immer wieder Hobbymaler oder - Malerinnen, die das erste Mal mitmachen.“

Abgewiesen werde niemand, jeder, der Bilder einreiche könne sicher sei, dass er dabei ist. Das genau sei ein wichtiger Teil des Konzepts, betont Dagmar Becker, die die Ausstellung schon seit ihrer Zeit als VHS-Bereichsleiterin kennt und begleitet. Maximal könnte passieren, dass nicht zwei Bilder, sondern nur eines pro Künstler gehängt werden kann. „Damals hieß das Ganze ziemlich schnöde ‚Senioren malen‘“, erinnert sie sich. „Von Anfang an war es die beeindruckende Mischung aus Vielerlei, die den Besuchern Freude gemacht hat und die es sich auch in diesem Jahr lohnt, anzuschauen. Seit sehr knappen 20 Jahren ist das Ganze von der VHS ins Theater und Konzerthaus gezogen.“

„Für die mitmachenden Künstler und Künstlerinnen sei es eine besondere Wertschätzung, im ‚Wohnzimmer der Stadt‘ auszustellen“, sagt Kronenberg, der sich auch in diesem Jahr sehr auf die Vernissage freut. Einmal habe die Veranstaltung wegen der Pandemie komplett ausfallen müssen. „Und im letzten Jahr haben wir es zwar gemacht, aber durchaus nicht ganz so unbeschwert und unbefangen fröhlich, wie es der Anlass eigentlich hergibt.“

Musikalisch wird nach Grußworten, unter anderem aus den Reihen des Seniorenbüros, das seit einigen Jahren Mitveranstalter ist, Singer- Songwriter Erwin Paech den Ton angeben.

Im Anschluss an den offiziellen Eröffnungspart gibt es reichlich Gelegenheit, die Bilder zu bewundern und mit den Künstlern und Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen. „Die meisten geben bereitwillig Auskunft über das Warum und Was und Wie, sagt Kronenberg.

Ausstellung

Vernissage: Sonntag, 22. Januar, 11 Uhr, Studiobühne, Großer Konzertsaal

„Kunstgenuss 60+“: läuft bis Ausstellung Dienstag, 14. Februar im Foyer des Theater und Konzertauses. Eintritt frei

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