ST vor Ort

80 Bauarbeiter erstellen Sparkassen-Rohbau

Peter Breuer (links) und Stefan Wiewelhove betreuen das Projekt.
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Peter Breuer (links) und Stefan Wiewelhove betreuen das Projekt.

Im zweiten Quartal 2024 will die Sparkasse die neue Hauptstelle eröffnen. Sie kostet rund 95 Millionen Euro.

Von Philipp Müller

Solingen. An den Bauzäunen zwischen Neumarkt und Kölner Straße drücken sich Neugierige immer wieder die Nase platt. Das geht seit Monaten so, weiß Markus Wächter, Bauleiter der Firma Nesseler Gruppe aus Aachen. Sie errichtet den Rohbau für die neue Hauptstelle der Stadt-Sparkasse Solingen bis ins kommende Jahr.

Martin Idelberger, Sprecher der Sparkasse, weiß mit vielen Zahlen zu beeindrucken: Aktuell sind täglich 80 Bauarbeiter eingespannt. 1600 Tonnen Stahl wurden bisher verbaut. Am Ende sind es 2700. „Mehr als die Hälfte des Stahls und Betons gehen in die beiden Tiefgeschosse“, erklärt Peter Breuer von der Sparkasse. Salopp formuliert er: „Die Kohle ist in die Erde gewandert.“ Breuer betreut bei der Sparkasse deren Immobilien und damit auch den Neubau.

Noch drei Geschosse mehr entstehen für den Sparkassen-Neubau.

Ihm zur Seite steht Stefan Wiewelhove von der SIM GmbH. Das ist eine Sparkassentochter, sie übernimmt künftig das Immobilienmanagement des Bankinstituts. Er, Breuer und Idelberger haben noch mehr Zahlen: Bisher wurden 3500 Lkw-Ladungen mit 46 000 Kubikmetern Erde abgefahren. 500 Meter Erdleitungen wurden bisher gelegt, 47 Fundamente und neun Schachtanlagen wurden gebaut. Breuer verweist darauf, dass metertiefe Anker die Stabilität der Baugrube an der Peter-Knecht-Straße garantieren. Mitte August kommen 8 beziehungsweise 15 Tonnen schwere Verbundträger für den Einsatz im Bereich der Einfahrt zur Tiefgarage.
Der Grundstein für den Neubau der Stadsparkasse wurde im Oktober 2021 gelegt

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Und es wird für den Neubau nicht bei 80 Arbeitenden bleiben. Das werde irgendwann auf 350 Köpfe anwachsen, wenn der Innenausbau startet, erklärt Peter Breuer. Markus Wächter von Nesseler verweist auf Stahlmatten, sie liegen im neuen Kassenbereich, die Decke zu den Parkgeschossen ist 50 Zentimeter dick. In die Kassenhalle werden dann Boxen der 3000 neuen modernen Schließfächer gefahren, sagt Wiewelhove.

Rund 50 Prozent des gesamten Betons und Stahls gehen in die Tiefe.

300 Sparkassenangestellte sollen dann im zweiten Quartal 2024 ins neue Gebäude einziehen. Es gibt bereits Musterbüros des Neubaus in den Clemens-Galerien, „damit sich die Kolleginnen und Kollegen ein erstes Bild von ihrem neuen Arbeitsumfeld machen können“, berichtet Sprecher Martin Idelberger. Einziehen werden auch Mieter in 26 Wohnungen und solche für gewerbliche Büroflächen. 25 000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen auf 5200 Quadratmetern Grundstücksfläche in vier Geschossen zum Neumarkt und fünf zur Kölner Straße.
Alle Teile der Stadtteilserie

Neubau der Sparkasse wird am Ende 95 Millionen Euro kosten

Oben rechts entsteht die neue Kassenhalle.

Der Neubau wurde aus Sicht der Sparkasse notwendig, weil sich eine Sanierung der alten Hauptstelle nicht mehr rechnen würde. Rechnen muss die Sparkasse auch weiter. Denn der Baupreisindex habe sich seit der Festlegung des Budgets von 80 Millionen Euro um 30 Prozent erhöht. So hoch taxieren Breuer und Wiewelhove die Steigerung nicht. Es werde am Ende 95 Millionen Euro kosten. In Sachen Energie setzt die Sparkasse auf Photovoltaik auf dem Dach, die Haustechnik und Klimaanlagen versorgen sollen. Und Wärme kommt per Fernleitungen aus dem Müllheizkraftwerk an der Sandstraße. Dazu müssen Rohre von der Klingenhalle bis zum Neumarkt gelegt werden. Ab dort nutze man etwa die frühere Karstadt-Passage, um zum Neubau zu gelangen.

Stadtteilserie Mitte

Zum Abschluss der Stadtteilserie Mitte stehen beim nächsten Mal die Clemens-Galerien im Mittelpunkt. Sie sollen Richtung Freizeit fortentwickelt werden. Das Management äußert sich auch zur geschlossenen Tiefgarage und den Arbeiten auf dem Mühlenplatz. In der kommenden Woche stellt das ST Ohligs in den Mittelpunkt.

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