Klingenmuseum

600 Kinder verwandeln sich in Piraten

Beim Kinderpiratenfest konnten die jungen Besucher in der Schmiede des Klingenmuseums selbst ihr Messer bearbeiten.
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Beim Kinderpiratenfest konnten die jungen Besucher in der Schmiede des Klingenmuseums selbst ihr Messer bearbeiten.

Beim Fest im Klingenmuseum gab es von Fechten bis Messerschmieden ein großes Angebot

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Das Klingenmuseum wurde am Samstagnachmittag von Piraten erobert. Mehr als 600 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter hatten sich für das Kinderpiratenfest passend verkleidet und genossen das bunte Angebot, das das Museum vorbereitet hatte. Ex-Oberbürgermeister Franz Haug als Vorsitzender des Fördervereins „Freunde des Deutschen Klingenmuseums“ kam mit Frau Kathi und war begeistert: „Es ist einfach traumhaft, so viele Leute habe bei früheren Festen noch nicht gesehen.“

Er hatte seinen Rundgang in der Schmiede begonnen, wo die Kinder unter Anleitung auf dem Amboss Messer passend machten und mit Feile und Schleifstein bearbeiteten. Haug meinte stolz: „Der Förderverein war da sogar Bauherr, es war ein Glücksfall, mit großzügigen Spenden die Schmiede einzurichten.“

Museumsleitung kamim Kapitänskostüm

Hochzufrieden waren auch Museumsdirektor Dr. Sixt Wetzler und seine Stellvertreterin Dr. Isabell Immel, die sich als Kapitäne passend hergerichtet hatten. Immel erklärte ihr Piraten-Outfit: „Ins Gesicht habe ich mir drei Narben geschminkt, die habe ich mir beim Versuch, den Piraten Kaffeebohnen abzunehmen, im Gefecht geholt.“

Wetzler kümmerte sich im Obergeschoss des Klingenmuseums darum, den Kindern das Fechten beizubringen. Beim ersten von insgesamt drei Durchgängen waren zwölf Jungen und Mädchen angetreten. Das Fechttraining war ungefährlich, denn: „Wir verwenden Polsterschwerter, mit denen man sich nicht verletzen kann.“
Dazu auch: Klingenmuseum: Solinger können noch Wünsche einbringen

Schon eine Stunde nach Eröffnung des Piraten-Spektakels herrschte drangvolle Enge im Museum, vor allem an den Stationen im Ratssaal, wo die Kinder nicht nur mit Säbel-Basteln, Dolche-Verzieren und Piraten-Namensschilder-Malen beschäftigt waren, sondern auch passend geschminkt wurden.

Nicht nur die Kinder, auch die Eltern hatten sich mit Piratenmützen, Pluderhosen und Augenklappen geschmückt. Die Kinder konnten vor dem Schminken aus vielen Motiven auswählen. Da gab es neben Piraten- und Prinzessinnen-Gesichtern auch Blumen, Schmetterlinge, Katzen, Hunde und Hasen. In der Fotobox im Obergeschoss konnte man die Ergebnisse auch dokumentieren lassen.

Begeistert waren Julia und Sebastian Dittberner mit ihrem dreijährigen Sohn Jonas: „Wir wohnen seit drei Jahren in Solingen und sind jetzt beim Piratenfest zum ersten Mal im Klingenmuseum.“

Zur Schatzsuche forderte Käpt’n Schiefnase auf, der mit seinem Schiff Black Blade angelegt und neun Objekte – vier im Obergeschoss, fünf im Erdgeschoss – versteckt hatte. Sven Littgen, Volontär im Klingenmuseum, kontrollierte die Ergebnisse: „Bei richtiger Lösung können sich die Kinder aus der Schatzkiste etwas aussuchen.“ Im Ratssaal half Christa Witte, als Museumspädagogin Urgestein im Museum, den Kindern, Piraten-Türschilder mit Namen auszuschneiden und zu bemalen. Die ehemalige Grundschullehrerin hatte früher Schulklassen durchs Museum geführt.

Der Gräfrather Heimatverein und die Pfadfinder von St. Mariä Himmelfahrt unterstützen das Museum von Anfang an. Draußen bot der Heimatverein Reibekuchen mit Apfelmus an, und im Foyer luden die Pfadfinder zu Kaffee und Kuchen ein. Stammesvorstand Julian Prete zog Bilanz: „Wir haben 17 verschiedene Kuchen gespendet bekommen.“

Piratenfest

Piratenschiff: 2012 wurde vom Förderverein vor dem Klingenmuseum ein Piratenschiff als Spielzeug aufgestellt. 2013 wurde mit dem Kinderpiratenfest eine Tradition begonnen, die jetzt nach der Corona-Pause fortgesetzt wurde.

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