Tradition

50. Zöppkesmahlzeit: Redner blickt auf die Geschichte

Martin Idelberger vom Banken-Kuratorium begrüßte die Gäste. Er verkündete 35 000 Euro Spendensumme für die Solinger Kinderstuben. Musikalisch gab die Flori Dixie Jazzband den Ton an.
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Martin Idelberger vom Banken-Kuratorium begrüßte die Gäste. Er verkündete 35.000 Euro Spendensumme für die Solinger Kinderstuben. Musikalisch gab die Flori Dixie Jazzband den Ton an.

Festredner Andreas Hakenberg sprach über das Verhältnis der Geschlechter, die Unmöglichkeit seiner Aufgabe und wünscht sich „organisches Wachstum“ für Solingen.

Von Björn Boch

Solingen. Die 50. Zöppkesmahlzeit begingen am Freitagabend rund 300 Personen traditionell im Clemens-Saal – wie stets bestand das Publikum zum sehr überwiegenden Teil aus Männern. Ein Umstand, den Festredner Andreas Hakenberg immer wieder thematisierte, indem er die rhetorische Figur „meine Herren, meine wenigen Damen“ nutzte.

Weil ein runder Geburtstag gefeiert wurde, nutzte Unternehmer Hakenberg seine Rede für einen Blick in die Geschichte und erzählte anekdotenreich aus 50 Jahren, ohne die aus seiner Sicht größten Geheimnisse zu lüften: Wie man Redner der Veranstaltung wird – und wie man eigentlich an Karten für den Abend kommt.

35.000 Euro für die Kinderstuben

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört die Flori Dixie Jazzband fest zum Programm, durch den Abend führte erneut Frank Kotthaus als Moderator. Martin Idelberger für das Banken-Kuratorium gebührte die Eröffnung. Er verkündete 35.000 Euro Spendensumme, die an die Kinderstuben gehen – „ein stabiles Ergebnis“.

Rund 1,15 Millionen Euro kamen seit der ersten Mahlzeit zusammen. Weil es in diesem Jahr keine Zöppkesmarktlotterie gibt, stellte das Kuratorium dem Redner 6000 Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Hakenberg erhöhte auf 10.000 Euro und erhielt dafür viel Applaus.
Mehr zum Zöppkesmarkt 2022 und viele Fotos finden Sie hier.

Solinger wird man nicht durch Geburt, sondern durch Haltung

Teile seiner Rede widmete er den Vorzügen von Stadt und Region. Solinger sei man nicht durch Geburt, sondern durch Haltung. „Unsere Heimatstadt ist Lebensqualität und Herausforderung gleichermaßen!“

„Mensch, mach´s mal wieder“

Es wäre schön, würde Solingen „organisch“ wachsen und nicht nur durch Zuzug von der Rheinschiene. „Mensch, mach's mal wieder“ empfahl Hakenberg der Stadt als nächste Plakatkampagne mit Fokus Fortpflanzung und forderte OB Tim Kurzbach explizit auf, drei Kindern weitere folgen zu lassen.

Eventueller Kritik an seiner Rede, die er von weiblicher Seite erahnte, wollte Hakenberg zuvorkommen – und erklärte die Unmöglichkeit seiner Aufgabe. So solle er fein- und scharfsinnig reflektieren und parodieren, dabei aber keinem zu nahe treten. „Als Redner hat man schon verloren, bevor man hier den ersten Satz gesagt hat.“

Premiere mit Kabarettistin Simone Solga

Einen Gegenpol zu Hakenbergs bisweilen zotigen Ausführungen in Bezug auf das Verhältnis der Geschlechter bildete Simone Solga. Weibliche Festrednerinnen hatte es schon gegeben in der Geschichte der Zöppkesmahlzeit. Der Auftritt einer Kabarettistin war dagegen eine Premiere.

Gedruckte Exemplare der Rede sind gegen eine Spende für die „Kette der helfenden Hände“ am Tageblatt-Stand (Clemens-Galerien) erhältlich.

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