Konzert

400 Zuhörer erleben „Sternstunden im Advent“

Das Adventskonzert der Chorgemeinschaft Aufderhöhe zog Hunderte Zuhörer in die Lutherkirche.
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Das Adventskonzert der Chorgemeinschaft Aufderhöhe zog Hunderte Zuhörer in die Lutherkirche.

Die Chorgemeinschaft Aufderhöhe eroberte die Herzen des Publikums in der Lutherkirche im Sturm.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. „Tochter Zion“ als Mitsinglied wurde am Sonntagnachmittag zum großen Konzert-Finale in der Lutherkirche. Dorthin hatte die Chorgemeinschaft Aufderhöhe eingeladen, um erstmalig in dieser sakralen Atmosphäre musikalisch mit in die Adventszeit zu nehmen.

Vor prall gefüllten Bankreihen spannte das Ensemble unter der Leitung von Thorsten Schäffer einen großen Klangbogen voller stilistischer Farben auf: Von Gluck bis Haydn und Mozart ging es weiter zu Hanne Haller, Peter Strauch und schließlich zum Medley aus verschneiten Hollywood-Weihnachtssongs. Aber nicht allein der Chor als Klangkörper sorgte für stimmungsvolle Momente. Als mitwirkende Gäste unterstützten die Bläser des Blechwerks Unterbarmen sowohl die Stimmen, zeigten aber auch in Solo-Stücken, wie feierlich oder swingend ihre Instrumente klingen können.

Julia Nikolajczyk, seit Jahren als Stimmbildnerin im Chor tätig, fungierte in Doppelfunktion: Einerseits führte sie als Moderatorin temperamentvoll und mit viel Humor durch das Programm. Zum anderen agierte sie selbst als Sopransolistin und glänzte stimmstark und souverän zum Beispiel mit dem „Ave Maria“ von Pietro Mascagni, Mozarts „Laudate Dominum“ oder „Das wünsche ich mir zur Weihnachtszeit“ von Silvestri aus dem Film „Der Polarexpress“. Viele zustimmende Lacher erntete sie am Schluss, als sie sich nicht nur bei allen anderen Protagonisten des Konzerts bedankte, sondern sich schmunzelnd und selbstironisch selbst lobte. „Ich finde, ich hab das auch toll gemacht.“

Sie seien froh, nach den Jahren Pause durch Corona endlich wieder das traditionelle Adventkonzert „Sternstunden im Advent“ präsentieren zu können, sagte die Chorvorsitzende in ihrer Begrüßung – und Julia Nikolajczyk folgerte daraus, „dass Sie heute all den Beifall, den Sie sich drei Jahre aufgespart haben, hier einsetzen können“.

Küster musste zusätzlich Stühle aufstellen

Das geschah offensichtlich, denn das Publikum spendete reichlich Applaus. Die Mischung, die Chorleiter Thorsten Schäffer mit seinen Schützlingen vorbereitet hatte, traf augenscheinlich den Nerv der Zeit. Es erklang Traditionelles wie „Ein feste Burg ist unser Gott“, der Mondchor aus „Die Lustigen Weibern von Windsor“ oder auch das innige „Ich glaube“ von Udo Jürgens.

„Wir möchten Sie heute, am ersten Advent, ein bisschen in Vorweihnachtsstimmung bringen, allen schlechten Weltnachrichten und Krisen zum Trotz“, sagte Nikolajczyk zu Beginn und stellte diesen Anspruch damit als Motto über die gute Stunde voller schwungvoller, feierlicher und berührender Melodien.

Gut 400 Besucher waren gekommen. Nicht nur die Kirchenbänke waren voll belegt. Der Küster stellte kurz vor Konzertbeginn noch zusätzliche Stühle auf, um den immer weiter hereinströmenden Musikfreunden Sitzplätze anbieten zu können.

Die Chorgemeinschaft Aufderhöhe 1892 freut sich über Mitstreiter. Geprobt wird mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr im Zentrum Frieden, Wuppertaler Straße 120. Das breite Repertoire umfasst etwa Pop, Musical, Filmmusik und Operette.

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