370 Schüler reisen nach Phantásien

Die jungen Darsteller genossen es sichtlich, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen. Foto: Volker Beushausen
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Die jungen Darsteller genossen es sichtlich, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen.

Theater zeigt „Die unendliche Geschichte“

Von Tanja Alandt

Mehr als 370 Schülerinnen und Schüler wurden mit ihren Lehrern und natürlich der Buchfigur Bastian Balthasar Bux (Chris Carsten Rohmann) gestern aus der Menschenwelt nach Phantásien entführt. „Die unendliche Geschichte“ wurde im Theater und Konzerthaus gezeigt. Zwar fand Bastian bei der Aufführung das Buch direkt auf dem Dachboden der Schule und nicht im Antiquariat wie im Buch von Michael Ende. Doch machte der Außenseiter ebenfalls mit einem Schreckensschrei Atréju (Thyra Uhde) auf sich aufmerksam, der bis nach Phantásien zu hören war.

Er musste nämlich lesen, dass die erkrankte Kindliche Kaiserin (Luisa Cichosch) zu sterben drohte und mit ihr auch das Reich Phantásien untergehen würde. Das Pferd Artax (Mark Plewe) versank bereits im Sumpf der Traurigkeit. Doch als Menschenkind konnte er der Kindlichen Kaiserin den neuen Namen „Mondenkind“ geben und sie sowie ganz Phantásien samt seinen Wesen wie Schildkröte Morla und Glücksdrache Fuchur (jeweils Vincent Bermel) retten.

Nach der Aufführung waren die Kinder eingeladen, mit den Darstellern über die Geschichte, die niemals endet, zu sprechen und Fragen zu stellen. Sie zeigten Verständnis, dass Bastian die Schule schwänzte – schließlich waren seine Mitschüler gemein zu ihm und als Retter Phantásiens hatte er einen wichtigen Auftrag zu erfüllen. Sie erfuhren, dass sich Hauptdarsteller Chris Carsten Rohmann seine Texte am besten merken kann, wenn er nach mehrmaligem Lesen die Anfangsbuchstaben aufschreibt und sich daran orientiert.

Darsteller plauderten aus dem Nähkästchen

Neu war für die jungen Zuschauer, dass die Darsteller einen Knieschutz während der Vorstellung trugen, da sie bei der Produktion viel Zeit auf den Knien verbringen müssen. Ein weiteres Geheimnis: Drache Fuchur konnte sich nur mit Hilfe eines Skateboards so schnell bewegen. Die Schauspieler erzählten zudem, wie glücklich sie seien, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen.

Die nächste Veranstaltung im Theater und Konzerthaus findet morgen, 23. September, statt. Das Figurentheater Anne Frank wird in Kooperation mit dem Zentrum für verfolgte Künste um 9 und um 12 Uhr im Kleinen Konzertsaal für Kinder ab 12 Jahren die Geschichte der Autorin und ihres berühmten Tagebuchs auf die Bühne bringen. Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro, Kinder: 3, 50 Euro.

theater-solingen.de

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