Konzert

250 Zuhörer genießen in der Festhalle Mozarts Requiem d-Moll

Viertes Philharmonisches Konzert der Bergischen Symphoniker.

Von Sven Karasch

Solingen. Passend zum trüben November-Nieselregen vor der Ohligser Festhalle waren es drinnen die Moll-Klänge, die das vierte Philharmonische Konzert der Bergischen Symphoniker am Dienstagabend prägten. Zwei Tage nach dem Totensonntag – dem letzten Sonntag vor dem ersten Adventssonntag – standen zwei Werke auf dem Programm, die den Tod thematisierten.

Das Ambiente, das sich den über 250 Zuhörerinnen und Zuhörern in der Ohligser Festhalle bot, war allerdings alles andere als trüb. Im Gegenteil – es war beeindruckend, das große Ensemble bestehend aus dem Orchester und dem Chor der Bergischen Symphoniker sowie vier ausgezeichnete Solistinnen und Solisten auf der Bühne zu sehen. Unter der Leitung von Daniel Huppert zogen die Musikerinnen und Musiker das Publikum direkt mit den ersten Klängen in Ihren Bann.

Der Konzertabend begann mit dem Stück „Cantus in memoriam Benjamin Britten“ von 1977 des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Er hatte es zu Ehren des 1976 verstorbenen Künstlers und Komponisten Benjamin Britten geschrieben. Obwohl und gerade, weil Arvo Pärt Benjamin Britten nie persönlich getroffen hatte, schmerzte ihn sein Tod sehr und inspirierte ihn zu diesem fast sieben Minuten langen Werk.

Aus einfachen Melodienwerden komplexe Muster

Besonders markant war der regelmäßige Glockenschlag, mit dem das Stück sehr leise begann und der sich über die gesamte Länge zog. Langsam bauten sich dazu die Streicher auf und aus den einfachen Melodien wurden schnell komplexe Muster, die – wie die Glockenschläge – an Intensität zunahmen. Trotzdem blieb der getragene Charakter durch die A-Moll-Tonart bis zum Schluss erhalten.

Beim zweiten Stück des Abends handelte es sich um das Requiem d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1791 – Mozarts letzte Komposition. Etwa zwei Drittel des Werkes konnte Mozart selbst fertigstellen, bevor er starb. Vervollständigt wurde es im Auftrag seiner Witwe Constanze Mozart von Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayr. Der Chor stand mit den vielen Vokalpassagen im Zentrum und das Orchester bot ihm den hochklassigen und würdigen Rahmen. Die vier Vokalsolistinnen und Vokalsolisten setzten darüber hinaus weitere glanzvolle Akzente: Amelie Müller sang die Sopran-Stimme, Lucie Ceralova die Alt-Stimme, Bryan Lopez Gonzalez den Tenor und Yoo-Chang Nah den Bass.

Nachdem die letzten Klänge des Schlussteils „Communio – Lux aeterna“ verklungen waren, vergingen 17 Sekunden der andächtigen Stille, bevor sich langsam verhaltener Applaus regte. Dieser schwoll dann aber schnell zu einem großen und kräftigen – fast sechsminütigen – Beifall an, der allen Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne gewidmet war.

Das fünfte Philharmonische Konzert findet am Dienstag, 20. Dezember, 19.30 Uhr, Großer Konzertsaal Theater und Konzerthaus. Gespielt werden Couperin, Dorman und Rachmaninow. Tickets gibt es ab 24 Euro.

www.bergischesymphoniker.de

termine.solinger-tageblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
Borbet schließt Standort in Solingen
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
Schlägerei auf Feier: 17-Jähriger schwer verletzt
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
Diskussion über Chancen für den Standort Solingen
Diskussion über Chancen für den Standort Solingen
Diskussion über Chancen für den Standort Solingen

Kommentare