Schulausschuss

2021 sollen alle Schulen schnelles Internet haben

16 Grundschulen und Förderschulen sollen bis zum Jahresende ans moderne Netz angeschlossen werden, die acht übrigen bis 2021 folgen. Archivfoto: Christian Beier
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16 Grundschulen und Förderschulen sollen bis zum Jahresende ans moderne Netz angeschlossen werden, die acht übrigen bis 2021 folgen.

Erste Sitzung des Schulausschusses fand in digitaler Form statt.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Eigentlich sollte der Schulausschuss zu seiner ersten Sitzung in der neuen Ratsperiode mit allen Teilnehmern im Saal der Stadtkirche am Fronhof stattfinden. Wegen der hohen Infektionszahlen kam das Gremium jedoch zu einer Zoom-Konferenz zusammen. Der neue Vorsitzende Raoul Brattig (FDP) leitete die Sitzung von der Stadtkirche aus, unterstützt von Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Kein leichtes Unterfangen angesichts von 40 Teilnehmern. Wichtigstes Thema war neben Corona die Digitalisierung an den Schulen.

Bis 2021 sollen alle Schulen mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet sein, erläuterte Dirk Wagner, Ressortleiter der Verwaltungssteuerung. Die Einrichtungen werden dann über Breitband-Internetzugänge, Wlan und die nötige Verkabelung innerhalb der Gebäude verfügen. Von den 15 weiterführenden Schulen müssten nur noch die Albert-Schweitzer-Realschule und die Alexander-Coppel-Gesamtschule ans moderne Netz angeschlossen werden. Bei den Grundschulen und den Förderschulen sollen bis Jahresende 16 fertiggestellt sein, die acht übrigen bis 2021 folgen.

Solingen: Zwei Schulen starten mit tabletbasiertem Unterricht

Wie diese Infrastruktur für den Unterricht genutzt werden kann, erproben die Grundschule Bogenstraße und das Gymnasium Schwertstraße als Pilotschulen. „Wir möchten, dass Kinder angeleitet digitale Medien im Unterricht einsetzen“, erläuterte Nicole Wrana, Rektorin der Grundschule Bogenstraße. Die Tablets dafür werden von den Eltern angeschafft, für bedürftige Familien gibt es Leihgeräte von der Stadt Solingen. Der tabletbasierte und digitale Unterricht sei von der Schulkonferenz beschlossen worden, erklärte Ulrich Nachtkamp, Direktor des Gymnasiums Schwertstraße. „Einen Zwang zur Anschaffung gibt es jedoch nicht.“ Schüler ohne eigenes Gerät könnten im Unterricht mit einem Leih-Tablet der Schule arbeiten.

Einen Prüfauftrag an die Verwaltung setzte die FDP durch. Die Liberalen halten eine vom Max-Planck-Institut konstruierte Lüftungsanlage mit Teilen aus dem Baumarkt für eine mögliche Lösung, um die Luft in Klassenzimmern zu filtern. In Mainz sei das erfolgreich getestet worden, sagte Daniel Schirm (FDP). Eine Idee, von der Matthias Knospe nichts hält. So gebe es keine Zulassung für den Filter, erklärte der Leiter des städtischen Gebäudemanagements. „Ich lasse als Verantwortlicher, der haftbar gemacht werden kann, keine Bastellösung ohne Prüfzeugnis in Schulen einbauen.“ Die Stadt habe bereits 20 Luftreinigungsgeräte bestellt, die in der kommenden Woche geliefert werden sollen.

SPD und Grüne baten FDP-Vertreter zwar darum, den Prüfauftrag zurückzuziehen, um die Verwaltung nicht zu belasten. Da eine Unterstützung unter den Parteien jedoch Usus ist, stimmten alle dem Antrag zu.

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