Ohligser Festhalle

200 Zuhörer genießen ganz große Oper

In die Welt der Filmmusik entführen die Bergischen Symphoniker.
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Die Ohligser Festhalle bot den Rahmen für die „Italienische Gala“.

Musikalische Gala mit den Bergischen Symphonikern und virtuosen Solisten.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Zwei Zugaben mussten es sein, bevor das Auditorium die Musiker von der Bühne der Ohligser Festhalle in ihren Feierabend entließ. Begeistert feierten am Sonntagabend gut 200 Solinger Opern-Fans die drei Solisten des Abends, die gemeinsam mit den Bergischen Symphonikern unter der Gesamtleitung von Generalmusikdirektor Daniel Huppert eine fulminante „Italienische Gala“ zelebriert hatten. Gut gelaunt vereinten sich in diesem Finale Protagonisten und Zuhörer. Fröhlich klatschten die Zuschauer und Zuschauerinnen im Stehen zum Gassenhauer „Funiculì, Funiculà“ mit: Die spürbare Freude der temperamentvollen Sängerinnen Leonor Amaral (Koloratursopran) und Sarah Mehnert (Mezzosopran) sowie Bariton Miljenko Turk an Musik und Spiel war übergesprungen und brach sich nun in der Festhalle Bahn.

Unterhaltsam und zugleich lehrreich moderiert von Huppert, waren die Musiker tief in die Welt der gesungenen Gefühle wie Liebe, Eifersucht, Zorn, Rache und Trauer eingedrungen und hatten Meisterwerke der italienischen Opernwelt präsentiert.

Standen im ersten Teil Klassik- und Rokoko-Komponisten wie Donizetti, Mozart oder Bellini auf dem Programm, die dem „Belcanto“ Raum gaben, so wurde es mit den emotionalen Romantikern Verdi und Puccini nach der Pause immer dramatischer.

Tosender Beifall belohntedie Solisten

Im offiziellen Finale, dem „Gewitter-Terzett“ aus „Rigoletto“ von Gilda, Maddalena und Sparafucile, in der die betrogene Gilda als Lauscherin vor der Eingangstür beschließt, sich für den Herzog zu opfern, obwohl sie für ihn nur eine seiner zahlreichen Affären war, erreichte das klangliche Feuerwerk des Konzerts seinen Höhepunkt.

Tosender Beifall belohnte die Solisten für ihre bravouröse Stimmstärke und ihre Spielfreude. Denn sie sangen nicht nur konzertant, sondern inszenierten Duette und auch Arien mit Lust. So etwa das „Dunque io son tu non m’inganni“ aus dem „Barbier von Sevilla“, das magisch- düstere „Mira, o Norma“ aus „Norma“ oder den romantischen Schlagabtausch „Soave sia il vento“ aus Mozarts „Così fan tutte“. Mit der Ouvertüre aus „La gazza ladra“ (Die diebische Elster) von Rossini hatten die Bergischen Symphoniker buchstäblich mit einem Intro-Trommelwirbel in den knapp zweistündigen Abend hineingenommen, bevor sie sich in ihre Position als sensible und aufmerksame Begleiter des virtuosen Gesangstrios zurückzogen und den voluminösen und berührenden Stimmen das Hauptfeld überließen.

Beeindruckend und faszinierend waren etwa die finster bedrohliche Erinnerung „Stride la vampa“ der Zigeunerin Acuzena aus „Il trovatore“ oder die süß-schmelzende Sehnsucht in „Quando m’en vo“ aus Puccinis „La Bohème“.

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