Klickwinkel-Wettbewerb

18-Jähriger rückt Corona-Lage im Museum ins Licht

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Auch um die Ausstellung „Isolation“ ging es.

Maximilian Märken belegte den dritten Platz bei einem bundesweiten Wettbewerb der Vodafone Stiftung.

Von Katharina Birkenbeul

Mit einer Berichterstattung über die Corona-Situation im Zentrum für Verfolgte Künste und der kulturellen Einrichtungen in Solingen konnte Maximilian Märken auf dem dritten Platz landen. Der 18-jährige Solinger hat mit einem Video am bundesweiten Klickwinkel Wettbewerb der Vodafone Stiftung Deutschland teilgenommen, der diesmal unter dem vorgegebenen Thema „Corona-Stories“ lief.

In seinem Video sprach Märken mit dem Direktor des Zentrums für Verfolgte Künste, Jürgen Kaumkötter, und Kuratorin Birte Fritsch, die ihm schildern, wie sie die Zeit des Lockdowns und der gesamten Corona-Krise erlebt und als Museum reagiert haben.

„Wir wollen die Blickwinkel der Jugendlichen haben, und herausfinden, was sie zur Zeit beschäftigt.“
Tasmin Kaltschmitt, Vodafone Stiftung Deutschland

Maximilian Märken möchte damit verschiedene Sichtweisen auf die Corona-Zeit darstellen. „Und dazu gehört eben auch, dass Institutionen wie das Zentrum für verfolgte Künste in solch einer Situation nicht jegliche Verantwortung von sich weisen, sondern in einer großartigen Weise Künstler unterstützt, sich für sie einsetzt und dabei auch noch eine tolle Ausstellung generiert“, erklärt er die Idee dahinter.

Maximilian Märken hat für seinen Beitrag zum Klickwinkelwettbewerb mit Verantwortlichen des Zentrums für Verfolgte Künste gesprochen.

Das Zentrum für verfolgte Künste kannte der Abiturient des Humboldt-Gymnasiums bereits von seiner Teilnahme am Klickwinkel Wettbewerb im vergangenen Jahr. Da hatte er mit einem Beitrag über die Geschichte Max Levens gemeinsam mit Maximilian Rohe den ersten Platz belegt.

Auch seine Leidenschaft fürs Videodrehen entstand dadurch. „Videos zu drehen und zu schneiden bietet eine interessante Form, Dinge darzustellen und Videos werden im Allgemeinen gerne gesehen, so dass man auch davon ausgehen kann, dass man mit den Videos etwas erreicht.“ Vor allem die Herausforderung, wie etwa beim Drehen bereits an den Schnitt zu denken, reize ihn.

Das erkannten auch die Juroren, die das Video von Märken filmisch sehr gut umgesetzt fanden. „Der Film ist ein toller Beitrag darüber, wie ein Museum in der Corona-Zeit mit der Schließung umgeht und trotzdem den Kontakt zu Menschen findet. Das Eingehen auf den konstruktiven Umgang mit der Krise hat uns gut gefallen. Das Thema liegt nicht sofort auf der Hand – gerade das macht es aber interessant“, erklärt Lars Thies, Projektleiter des Klickwinkel Wettbwerbes. Außerdem sei es bei der Jury gut angekommen, dass es in dem Film nicht nur um die öffentliche Institution Museum gehe, sondern auch um die Künstler, die vielfach ebenfalls stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind.

Beim diesjährigen Klickwinkel Wettbewerb konnten Schüler im Alter von 14 bis 19 Jahren in Teams oder alleine teilnehmen. In den Videos sollten Schüler die Alltagswelt verlassen und Themen entdecken, die Menschen in der Umgebung bewegen. „Wir wollen die Blickwinkel der Jugendlichen haben, herausfinden, was sie zur Zeit beschäftigt“, erklärt Tasmin Kaltschmitt von der Vodafone Stiftung die Idee. Aufgrund der Corona-Situation gab es diesmal keine Preisverleihung. Die Gewinner wurden stattdessen über die eigenen Kanäle und über Social Media verbreitet. „So werden alle Follower erreicht und die Themen können einfacher geteilt werden“, findet Maximilan Märken und lobt die Pläne für die etwas andere Preisverleihung.

„Die Einsendung der Beiträge beläuft sich auf einen zweistelligen Bereich, was für die kurze Zeit eine gute Zahl war“, sagt Lars Thies. Die Ausschreibung erfolgte erst kurz vor den Sommerferien. Unter den Einsendungen waren Themen wie Fernbeziehung in Corona-Zeiten oder die Auswirkungen des Virus auf den Alltag von Schülern. Zum ersten Mal beim Klickwinkel Wettbewerb durften auch Podcasts oder Social-Media-Beiträge wie Instagramstorys eingereicht werden.

Die ausgezeichneten Videos der Teilnehmer können auf der Internetseite des Wettbewerbs angesehen werden. Außerdem gibt es dort alle relevanten Informationen für die nächste Runde, deren Bewerbungsprozess bereits begonnen hat.

www.klickwinkel.de

Wettbewerb

Der Klickwinkelwettbewerb geht in die dritte Runde. Noch bis zum 15. Februar 2021 können 13- bis 19-Jährige alleine oder in einer Gruppe Filme, Podcasts oder Social-Media-Beiträge zu einem selbstgewählten Thema hochladen.

https://klickwinkel.de/login/

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