Zwei Tote bei Frontalunfall

Die Landstraße nach Witzhelden glich einem Schlachtfeld. Bis in den Abend dauerten Bergung, Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten an. Foto: Christian Beier

LANDSTRASSE L 294 In Höhe Sonne starben gestern Nachmittag ein 69-jähriger Leichlinger und ein 22-jähriger Leverkusener.

Von Kathrin Schüller

Leichlingen. Kurz hinter der Kreuzung Germaniabad prallten gestern gegen 17 Uhr zwei Pkw auf der Landstraße 294 frontal zusammen. Beide Fahrer waren alleine unterwegs und starben noch an der Unfallstelle.

Der Leichlinger (69) fuhr mit seinem Mercedes 200 der C-Klasse auf der Überholspur in Richtung Witzhelden. In Höhe Sonne kam es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Audi A 4. Der Fahrer - ein 22-Jähriger aus Leverkusen - war nach erster Einschätzung der Polizei in der langgezogenen S-Kurve mit seinem Wagen ins Rutschen und dadurch auf die Gegenfahrbahn geraten. Mögliche Ursache könnte die regennasse Fahrbahn gewesen sein.

Eine grausame Vorstellung von der Wucht des Aufpralls gaben die Autowracks. „Ich bin seit 30 Jahren im Dienst“, sagte Polizeipressesprecher Peter Tilmanns an der Unfallstelle. An einen derart schweren Unfall könne er sich nicht erinnern. Ein Unfallseelsorger kümmere sich um Angehörige des jungen Mannes. Sie seien zufällig in der Nähe gewesen.

Die Feuerwehr aus Burscheid half mit dem Rüstwagen aus

Im Einsatz waren Polizei, vier Rettungswagen, zwei Notarztwagen, ein Rettungshubschrauber. und alle vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Leichlingen. Um die Verunglückten, die in ihren Pkw eingeklemmt waren, bergen zu können, mussten die Kollegen aus der Nachbarstadt Burscheid mit dem Rüstwagen und schwerem Gerät anrücken.

Bis gegen 19.30 Uhr dauerten die Aufräumarbeiten. Große Mengen an Öl und Benzin mussten abgestreut werden. „Durch den Regen sind die Betriebsstoffe auf der Gefällestrecke großflächig verlaufen“, erklärte Feuerwehrsprecher Thomas Schmitz. Im Murbach legte die Wehr einen Ölschlängel: Er sorgt dafür, dass das Öl von der Wasseroberfläche aufgenommen wird.

Gegen 20.30 Uhr konnte die Polizei mit der „intensiven Spurensuche“ beginnen, so Michael Nowak von der Polizeileitstelle Bergisch-Gladbach. Die Straße zwischen Germaniabad und Junkersholz blieb bis in die späten Abendstunden gesperrt.

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