Tierfreunde

Zoo: Rohbau von Aralandia wächst

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Die Arbeiten an der Freifluganlage gehen zügig voran. Der Rohbau für das künftige Besucherzentrum wächst. 

WUPPERTAL Mehr als fünf Millionen investiert der Wuppertaler Tierpark in eine Freifluganlage.

Von Andreas Boller

Wer in diesen Tagen den Zoo besucht, der kann die Großbaustelle oberhalb des Rosenrondells und unterhalb der Seelöwenanlage kaum übersehen. Seit der Grundsteinlegung für die Freifluganlage Aralandia im Juli verzeichnet der Zooverein als Bauherr bereits große Fortschritte beim Rohbau des geplanten Besucherzentrums. „Für die Beeinträchtigungen möchten wir uns entschuldigen, aber bei dem großen Interesse, das die Besucher an den Arbeiten zeigen, ist diese Baustelle fast schon selbst zu einer Attraktion im Zoo geworden“, sagt Bruno Hensel, Vorsitzender des Zoovereins, schmunzelnd.

Aralandia ist das bisher größte Projekt in der Geschichte des Zoovereins. Wenn es auf der Baustelle weiterhin nach Plan läuft, können die Besucher bereits im kommenden Jahr seltene Papageienarten in der begehbaren Voliere ohne trennende Scheiben und Gitter erleben. Mehr als fünf Millionen Euro investiert der Zooverein aus Mitgliederbeiträgen, Spenden, Schenkungen und Erbschaften in die Freiflugvoliere. 250 000 Euro steuert die Stadt mit dem Bau der sanitären Anlagen für das Besucherzentrum bei.

Andreas Haeser-Kalthoff, Geschäftsführer des Zoovereins, ist zuversichtlich, was die weiteren Baufortschritte angeht. „Natürlich merken auch wir, wie stark die Baufirmen zurzeit ausgelastet sind. Trotzdem sollten wir es schaffen, dass bis Ostern 2019 die sieben Metallbögen mit 30 Metern Länge und einer Höhe von bis zu zehn Metern aufgestellt sind“, sagt Haeser-Kalthoff. Bis Pfingsten soll dann das Spezial-Stahlnetz gespannt werden. Ganz am Ende, im Frühjahr/Sommer 2019, wird der Landschaftsbau stehen. Auf einen Eröffnungstermin lässt sich der Zooverein aber nicht festlegen.

Partnerschaftsvermittlung im Wuppertaler Zoo

Ein Spezialnetz ist erforderlich, damit es für die bis zu 40 Aras (prachtvolle und seltene Papageien) selbst mit ihren starken Schnäbeln nicht zu knacken ist. „Die Aufträge für die Metallbögen und das Netz sind an eine süddeutsche Firma vergeben, die bereits Erfahrung mit vergleichbaren Projekten hat“, sagt Haeser-Kalthoff, dem wie auch Bruno Hensel die Vorfreude auf Aralandia anzumerken ist.

ARALANDIA

NETZPATEN Bisher haben 230 Netzpaten insgesamt 80 000 Euro für das Projekt Aralandia gespendet. Ab einer Spende von 100 Euro kann man Netzpate werden. Alle Netzpaten erhalten als Dankeschön eine Urkunde, ein Netzpaten-Abzeichen in Form einer Ansteckfeder in blau, bronze, silber oder gold (je nach Höhe der Spende). Für 200 Euro wird man Bronze-Netzpate, für 500 Euro Silber-Netzpate und für 1000 Euro Gold-Netzpate. Außerdem gibt es Diamant- und Platinpatenschaften. Alle Netzpaten sollen später auf einer Spendentafel in Aralandia verewigt werden.

www.aralandia.de

Beim Zooverein bereut man nicht, das seit Jahren geplante Projekt in Alleinregie weiterzuführen, obwohl das Gebäudemanagement der Stadt wegen der Überlastung durch andere Aufgaben aus der Beratung des Zoovereins bei der Vergabe der Bauaufträge ausgestiegen ist. In den kommenden Wochen wird der Rohbau für den Stall hochgezogen, in dem die bunten Vögel eine Rückzugsmöglichkeit finden. Die Papageien werden zusammen mit Sonnensittichen und Flamingos gehalten. Während die Besucher auf Stegen die Voliere durchqueren, sind am Boden die Pudus unterwegs. Bei den kleinsten Hirschen der Welt handelt es sich um eine weitere Rarität des Zoos.

Hauptattraktion werden die Aras sein, die aus Zoos aus ganz Europa stammen, und die sich in Wuppertal verpartnern sollen. Zoodirektor Arne Lawrenz erwartet eine Art Speed-Dating für Papageien, wobei es nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick sein muss. Liebe ist bei Papageien allerdings schon im Spiel, denn sonst klappt das mit der Verpartnerung nicht, ist der Zoodirektor überzeugt. „Sobald sie ihren Partner gefunden haben, gehen sie in andere europäische Zoos“, erklärt Bruno Hensel das Programm, das der Arterhaltung dient.

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