Corona-Pandemie

Zoo, Museum und Sporthallen: Stadt Wuppertal gibt Zeitplan für Öffnungen bekannt

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Endlich können sich die kleinen Elefanten der Öffentlichkeit zeigen.

Trotz der Erlaubnis des Landes geht die Stadt Wuppertal bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen vorsichtig vor. Jetzt gibt es einen Zeitplan für Zoo, Museum und Sporthallen.

Von Andreas Boller und Monika Werner-Staude

Wuppertal.  Jetzt steht es fest: Der Grüne Zoo Wuppertal wird ab Montag, 18. Mai, unter Auflagen wieder geöffnet. Ebenfalls unter Auflagen öffnen das Von der Heydt-Museum am 19. Mai und die Engels-Ausstellung in der Kunsthalle Barmen am 15. Mai. Die Sporthallen in der Stadt dürfen bereits ab dem 11. Mai wieder genutzt werden.

Wuppertal bereitet sich auf eine weitere Phase des Neustarts vor. In der kommenden Woche tritt ein ganzes Paket von Lockerungsmaßnahmen in Kraft. Das betrifft nicht nur städtische Einrichtungen, sondern auch den Einzelhandel und die Gastronomie, wo Auflagen zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus wegfallen oder nur noch in abgeschwächter Form gelten. Der Zoobesuch wird nur mit Voranmeldung möglich sein

Für den Zoobesuch wird eine Online-Voranmeldung erforderlich sein, die von der Stadt in der kommenden Woche freigeschaltet wird. Beim Kartenkauf werden Zeitfenster vormittags und nachmittags angeboten. Diese Regelung soll garantieren, dass sich nicht mehr als 1000 Personen auf dem Zoogelände befinden und sich keine Schlangen vor den Kassen bilden. Info: www.zoo-wuppertal.de 

Austellung und Museum öffnen schrittweise

Die große Ausstellung „Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa“ im Haus der Jugend in Barmen öffnet am 15. Mai. Das Von der Heydt-Museum öffnet am 19. Mai wieder seine Türen. Zunächst ist die Werkschau zu Hannsjörg Voth, „Zu Lande und zu Wasser“ zu sehen, die noch vor der Schließung im März im Mezzanin fertiggestellt wurde, aber nicht mehr eröffnet werden konnte. Am 26. Mai folgt dann „Mehr : Wert“, die die Sammlungen des Hauses und der Stadtsparkasse im Dialog zeigt, die derzeit im ersten Stock aufgebaut wird.

Am 16. Juni schließlich öffnet die Sammlungspräsentation „An die Schönheit“ im obersten Stockwerk. Das Sicherheitskonzept umfasst Abstandsregelungen, Mundschutzpflicht, Desinfektionsmittelnutzung und ein spezielles Wegeleitsystem (Einbahnstraße). Es wird darauf geachtet, dass sich immer nur eine bestimmte Anzahl Besucher auf einer Etage aufhält. Tickets können online und an der Kasse erworben werden. Die Öffnungszeiten werden leicht geändert: Unter der Woche ist Einlass stets erst ab 14 Uhr.

Direktor Roland Mönig, der am 1. April seinen Posten antrat, genießt das „wunderbare Gefühl“, dass die anderthalb Monate des Wartens enden, „dieses wunderbare Haus, diese Schatzkiste“ für ihn und das Publikum geöffnet werden darf. Dass die Türen so lange geschlossen waren, habe die Stimmung schon getrübt. Freilich müssen eine Eröffnungsfeier, Führungen, Workshops, alle Formate, die mit Gruppen verbunden sind, vorerst unterbleiben. Die begonnenen digitalen Angebote sollen deshalb weitergeführt und Themen der Ausstellung(en) dort behandelt werden.

Der Skulpturenpark Waldfrieden, der samt Ausstellungshallen bereits wieder geöffnet ist, kündigt unterdessen seine nächste Schau an: Am 11. Juni präsentiert er Sean Scully, dessen Werke Corona bedingt nicht alle fertig oder vor Ort sein und deshalb sukzessive gezeigt werden. Alle Veranstaltungen freilich unterbleiben, an einem Wandelkonzert im Spätsommer wird gebastelt.

Sperrlinie: Maximal 50 Neuinfektionen in sieben Tagen

Sollten 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt wie Wuppertal auftreten, muss dies dem Robert-Koch-Institut gemeldet werden und nachgebessert werden.

Johannes Slawig, Leiter des Krisenstabs der Stadt Wuppertal, hält es für ausgeschlossen, dass bundesweit Meldungen verzögert oder taktisch erfolgen könnten. „Das kann sich kein Leiter eines Krisenstabes leisten. Ich halte dies für undenkbar. Die Gesundheitsämter berichten über die Zahl der Fälle an die Krisenstäbe, die sie pflichtgemäß weiterleiten“, sagt Johannes Slawig.

Sollte sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf dem Stand der letzten drei Wochen bewegen, dann werden weitere Maßnahmen auf Dauer gelockert werden können: Bis zu acht Personen dürfen laut Aussage von Slawig wieder an Trauungen teilnehmen, wenn das Abstandsgebot gewahrt bleibt. Bis zu 25 Menschen sind bei Trauerfeiern und Bestattungen erlaubt.

Bei vollem Betrieb der Kitas wird das Personal kaum ausreichen

Die stufenweise Öffnung der Kitas bereite der Stadt in den ersten Stufen keine Probleme. „Bei vollem Betrieb könnte es zu personellen Problemen kommen, da Erzieherinnen aus Altersgründen oder aufgrund von Vorerkrankungen ausfallen werden“, sagt Johannes Slawig.

Blick in den Zoo und Personalfragen

Drohnen-Video Um die Wartezeit zu verkürzen, hat der Zoo erneut seine Drohne losgeschickt. Dieses Mal war die fliegende Kamera zu Gast bei den Seelöwen. Auch von den Elefanten, Löwen und der neuen Freifluganlage Aralandia gibt es bereits Video-Material, das auf der Seite des Zoos abgerufen werden kann. Hier gibt es außerdem die Möglichkeit, sich live ins Elefantenhaus zu schalten. www.zoo-wuppertal.de

Personal Beschäftigte von Zoo und Museum werden seit Wochen im Gesundheitsamt beim Aufspüren von Infektionsketten eingesetzt. Die Stadt prüft, wie das Personal so verteilt werden kann, dass die wichtige Arbeit im Gesundheitsamt nicht leidet. Bei der Wiedereröffnung der Bäder müssen Schwimmmeister, die zuletzt im Pflegedienst eingesetzt werden, in ihre eigentlichen Funktionen zurückkehren.

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