Wuppertaler wünschen engere Kooperation

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Parlamentarier aus Wuppertal, Remscheid, Solingen, Leverkusen, dem Oberbergischen-, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Kreis Mettmann wollen künftig zusammenarbeiten. Unter anderem soll der Tourismus vermarktet werden. Da darf die Müngstener Brücke nicht fehlen. Archivfoto: Christian Beier

Städte und Kreise in der Region wollen in Zukunft mehr zusammenrücken. Aber was sagen die Bürger dazu?

Von Peter Ryzek

Wuppertal. Anfang der Woche wurde im Rahmen der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft von Parlamentariern aus Wuppertal, Remscheid, Solingen, Leverkusen, dem Oberbergischen-, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Kreis Mettmann die „Altenberger Erklärung“ unterzeichnet. Wenn es um die Verteilung von Fördergeldern von Land und Bund geht, will sich das Bergische Land, dessen Anteil mit knapp zwei Millionen Einwohnern rund 20 Prozent der gesamten Metropolregion beträgt, zukünftig mit einer Stimme zu Wort melden. Dies haben sich die Städte und Kreise im Bergischen in der nun hoffentlich enger wachsenden Zusammenarbeit auf die Fahne geschrieben. Mögliche Projekte können etwa Wohnungsbau, Tourismus oder Mobilität sein.

Was wünschen sich die Menschen für das Bergische Land und worin sollten mögliche Fördermittel aus der EU investiert werden? Jutta Dollbaum: „Das Wichtigste ist, dass sie sich nicht in einer Konkurrenzsituation sehen, sondern gemeinsam die Vorteile ausloten.“ Sie sei für die Erhaltung alter Gebäudestrukturen im Bergischen Land und für die Erschließung neuer Radwege, wenn es um die Verteilung von Fördermitteln gehe. „Auch die Erhaltung der Wasserkraftwerke finde ich wichtig.“

Ingrid Strauß befürchtet, dass es eine Zeit dauern wird, bis die Erklärung Außenwirkung erlangt: „Die Versprechen sind ja häufig sehr vollmundig. Wir wollen hoffen, dass das etwas gibt.“ In die Seilbahn möchte sie jedenfalls Fördergelder nicht investiert sehen: „Der Tourismus sollte angekurbelt werden, wobei die Bundesgartenschau ein Aufhänger sein könnte.“ Zudem solle man Radwege erweitern und die Infrastruktur für Fußgänger und Busse verbessern.

„Oft kocht ja jeder sein eigenes Süppchen. Wenn der öffentliche Nahverkehr erweitert wird, ist schon einiges erreicht.“Ursula Meinhardt, Wuppertalerin

Ursula Meinhardt findet das Bündnis sinnvoll, wenn sich die Politiker auf einen Konsens einigen: „Oft kocht ja jeder sein eigenes Süppchen. Wenn der öffentliche Personennahverkehr erweitert wird und die Löcher in den Straßen verschwinden, ist schon einiges erreicht.“ Zu verbessern gebe es genug.

Ilse Helleken wünscht sich mehr Sitzgelegenheiten im Freien: „Es gibt in den Städten so schöne Plätze, wo diese einfach fehlen.“ Außerdem würde sie die Städte mit Bepflanzung und Blumenkübeln aufhübschen. „Das zieht die Menschen immer an. Und wenn sich die Politiker zusammenfinden, kann das hier was werden.“

Investitionen sollen in den Straßenbau und Busse fließen

Eva-Maria Buggert sagt: „Ich finde diesen Zusammenschluss sehr positiv, wenn nicht jeder seinen eigenen Vorteil im Auge hat. Die Erhaltung der Stadtbilder im Bergischen Land finde ich wichtig.“ Weitere Investitionen sollen in den Straßenbau, den Ausbau von Bushaltestellen und in Stadtbusse, die in die Stadtteile fahren, fließen. Für Caroline Pilling ist der Zusammenschluss nicht uninteressant: „Wenn man es richtig angeht, ist es auf jeden Fall effizienter. Und einzelne Städte bleiben nicht auf der Strecke.“ Man möge den öffentlichen Personennahverkehr sowie die Infrastruktur für Fahrradfahrer und Fußgänger verbessern, wenn es um die Investition gehe.

Karl Alsdorf ist davon überzeugt, dass die Allianz eine gute Sache ist: „Bevor jede Stadt über ihre Angelegenheiten klagt, wäre es gut, sich gemeinsam auszutauschen und Lösungen zu finden.“

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