ÖPNV

Wuppertaler Schwebebahn darf wieder 60 fahren

Nicht nur für Busse, auch für die Schwebebahn sucht die WSW mobil dringend Fahrpersonal.
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Lange durfte die Schwebebahn nur mit gedrosseltem Tempo fahren.

Die Aufsichtsbehörde hat die Erlaubnis erteilt. Aber die Fahrgäste dürfen sich nicht zu früh freuen. Die Taktung wird sich zunächst gar nicht ändern. Hier die Gründe.

Von Daniel Neunkirchen

Wuppertal. Die Technische Aufsichtsbehörde Düsseldorf (TAB) hat den Stadtwerken Wuppertal jetzt die Erlaubnis erteilt, die Schwebebahn nun wieder mit bis zu 60 Stundenkilometern fahren zu lassen.

Seit dem Vorfall im Mai 2017, bei dem es zu einer Kollision eines Fahrzeugs mit der Tragkonstruktion der Schwebebahn gekommen war, wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h festgelegt. Dies wurde nun formal aufgehoben.

Doch die Fahrgäste dürfen sich nicht zu früh über eine mögliche schnellere Taktung freuen. Über weite Teile der Strecke bestehen weiterhin Tempolimits für die Schwebebahn, mit denen eine erneute Berührung des Gerüstes ausgeschlossen wird. Die Einhaltung dieser Geschwindigkeitsbeschränkungen wird durch das Betriebssystem der Schwebebahn metergenau sichergestellt.

Und: die Stadtwerke haben ihr Personal auf die neue Geschwindigkeit noch gar nicht geschult. Das soll voraussichtlich bis zu den Osterferien 2023 passieren. Erst dann soll der Fahrplan laut WSW angepasst werden. Aktueller Stand: Die Schwebebahn fährt zurzeit noch seltener als im regulären Fahrplan vorgesehen, weil die Stadtwerke über Personalmangel bei den Fahrern klagen.

Die Stadtwerke geben sich trotzdem froh, den aktuellen Meilenstein erreicht zu haben. „Wir sind froh, mit der Technischen Aufsichtsbehörde einen Weg aus dem Tempolimit gefunden zu haben. Damit sind wir bei der Verkürzung der Fahrzeiten einen entscheidenden Schritt weiter gekommen“, stellt der WSW-Vorstandsvorsitzende Markus Hilkenbach fest.

Für die Fahrgäste bringt das neue Geschwindigkeitsprofil eine Verbesserung des Verkehrsangebots mit einem möglichen Takt von rund 3:30 Minuten. Weitere Verbesserungen sind frühestens in zwei Jahren möglich, wenn die Sanierung der Fahrzeugflotte, die seit Mitte 2022 durch Kiepe Electric mit bis zu vier Fahrzeugen gleichzeitig durchgeführt wird, abgeschlossen ist. Dann sind genug Fahrzeuge verfügbar und in der Verkehrsspitze ist ein Takt unter drei Minuten möglich, so die WSW. Dadurch könne die Beförderungsleistung des Systems um mehr als 30 Prozent erhöht werden.

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