Aktion

Wuppertaler gestaltet Kölner Zoomauer

Thomas Kubig präsentiert Urban Art.

Von Eike Birkmeier

Wuppertal. Er selbst bleibt gern im Hintergrund, dafür sind seine Werke nicht zu übersehen. Der Graffiti-Künstler Thomas Kubig ist seit über 15 Jahren im Bereich Urban Art tätig und hat zahlreiche Fassaden im In- und Ausland gestaltet. Seine Auftraggeber schätzen die Erfahrung und den Blick fürs Detail des kreativen Wuppertalers. Auch in seiner bergischen Wahlheimat war er schon aktiv und unter anderem am Arrenberg für die Logoentwicklung und Fassadenbemalung der Alten Weberei verantwortlich.

Zuletzt hat Kubig aber durch ein besonderes Prestigeprojekt in Köln auf sich aufmerksam gemacht. Zusammen mit dem Künstler Sebastian Karbowiak gestaltete er die Außenmauer des dortigen Zoos auf Höhe des frisch restaurierten Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses. Das 60 Meter lange Wandbild sollte dem architektonischen Schmuckstück aus dem Jahr 1899 einen würdigen Rahmen bieten.

Historische Postkartenmotive erinnern an die Bauzeit des Zoos

„Mich hat das Projekt von Anfang an sehr gereizt“, erzählt Thomas Kubig. Ende des letzten Jahres erhielt er die entsprechende Anfrage und machte sich anschließend zusammen mit seinem Kollegen an die Erstellung des Konzepts. Dabei wurden die Gebäudelinien optisch weitergezogen, so dass sich das Gesamtensemble bis auf die Zoomauer entfalten konnte. Links und rechts davon gestalteten die Künstler die Mauer zur Einrahmung mit historischen Pflanzen- und Postkartenmotiven mit originalen Schriftzügen des Kölner Zoos aus der ursprünglichen Bauzeit des Gebäudes. „In der Gesamtperspektive kann das Kunstwerk am besten von der gegenüberliegenden Straßenseite betrachtet werden“, rät Kubig.

Sein Urban Art Ansatz ist eine Mischung aus Street Art, Graffiti, Illustration und Design. Damit gestaltet er freie Wandbilder auf Fassaden oder konzeptionelle Werke für Innenräume von Unternehmen. Seine freien Arbeiten sind inspiriert von einer Vielfalt kultureller Referenzen mit wiederkehrenden Themen wie Würde, Freiheit und die schöpferische Fähigkeit des Menschen. 2019 startete er eine Serie großformatiger Wandbilder, die sich mit der Mondlandung vor 50 Jahren befasst.

Der sich erstmals außerhalb der Erde bewegende Mensch dient darin als Bild für menschlich-schöpferische Fähigkeit. Die meist fünf-mal-fünf Meter großen Motive sind bisher in NRW, Baden-Württemberg und Bayern entstanden. Bei der Arbeit des Wuppertaler Künstlers kommen vielfältige Materialien wie Acrylfarben, Lacke, Versiegelungen, Gewebetapes bis hin zu Leucht- und Metallbuchstaben zum Einsatz.

Kubig setzt sich außerdem kritisch mit dem Thema Privatsphäre auseinander. „Ich verstehe die Option auf Privatsphäre als wichtigen Teil von Freiheit und Würde“, betont er. Das veranlasst ihn dazu, künstlerisch mit dem Thema zu spielen und etwa für Fotoaufnahmen sein Gesicht zu verfremden oder zu verdecken. Auch sein Alter und seine Herkunft möchte er nicht preisgeben.

www.kubig.org

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