Protest

1. Mai in Wuppertal - Festnahmen und Platzverweise am Abend

Um kurz nach 20 Uhr stand die Marienstraße voller Polizeibusse mit Blaulicht.
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Um kurz nach 20 Uhr stand die Marienstraße voller Polizeibusse mit Blaulicht.

Nach einem 1. Mai ohne nennenswerte Zwischenfälle ist die Stimmung am Freitagabend gekippt.

Wuppertal. Auf dem Schusterplatz auf dem Elberfelder Ölberg, wo sich Autonome traditionell nach dem 1. Mai treffen, ist es zu Festnahmen und Platzverweisen gekommen. Nach Angaben der Polizei befanden sich dort etwa 40 bis 50 Personen der linken Szene. Um kurz nach 20 Uhr stand die Marienstraße voller Polizeibusse mit Blaulicht. Die Anwohner und anderer Beteiligten standen drumherum, viele kritisierten lautstark den Einsatz der Beamten. Im Rahmen der polizeilichen Kontrollen sei es zu zwei Auseinandersetzungen gekommen, berichtet die Polizei. Hierbei sollen zwei Beamte leicht verletzt worden sein. Ihre Maßnahmen sollen von Provokationen und Beleidigungen begeleitet worden sein, hieß es weiter. 

Grund des Aufgebots soll ein Radfahrer gewesen sein, der der Polizei den Weg versperrt hat oder nicht schnell genug aus dem Weg gegangen war. Davon zeugt ein Video, dass es auf Twitter zu sehen gibt.

Details und weiterer Kontext werden nicht mitgeliefert. Der Schusterplatz wurde geräumt. Später am Abend kam es zu Hausbesetzungen in Unterbarmen.

Die Bilanz der Polizei lautet am Samstag: 60 Platzverweise, fünf Ingewahrsamnahmen und fünf Strafanzeigen, unter anderem wegen Widerstands, versuchter Gefangenenbefreiung, Nötigung, gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und Beleidigung. Zudem hätten drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen Coronaschutzverordnung gefertigt werden müssen.

(ecr/red)

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