Wuppertal verhängt 630 000 Euro Bußgeld

Corona: 500 Ordnungswidrigkeiten

Wuppertal -ecr- Die Stadt Wuppertal hat im Laufe der bisherigen Coronakrise wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung Bußgelder in Höhe von 630 000 Euro verhängt. Die stammen aus bisher 500 Verfahren, wie Carsten Vorsich, Leiter des Wuppertaler Ordnungsamts, mitteilt. Er merkt aber an, dass das nicht bedeutet, dass die gesamte Summe auch gezahlt wird. Es gebe auch die Möglichkeit zum Widerspruch.

Auch wenn die Summe hoch erscheine, hielten sich die meisten Bürger an die Regeln, versichert Vorsich. Bisher habe man insgesamt etwa 500 Verstöße geahndet – zusammen mit der Polizei. Allerdings seien aktuell im Ordnungsamt rund 800 Anzeigen noch nicht bearbeitet, die könnten noch Verstöße gegen Corona-Auflagen enthalten.

Die Polizei meldet, dass sie allein im November 2107 und im Dezember 999 Verstöße gegen Auflagen festgestellt hat – die würden aber nicht alle zu Ordnungswidrigkeitenanzeigen führen, sondern zögen auch vielfach nur mündliche Verwarnungen nach sich.

Die Höhe der Bußgelder hat das Land festgelegt. Sie bewegt sich zwischen 50 Euro für das Nichttragen einer Alltagsmaske trotz Verpflichtung und 5000 Euro etwa für das Durchführen eines großen Fests. Für die fehlende Maske im Bus werden 150 Euro fällig, für den Verzehr von Lebensmitteln im Umkreis von 50 Metern um die Verkaufsstätte 100 Euro. Wer sich aktuell in einer Gruppe mit mehr als fünf Personen oder aus mehr als zwei Haushalten aufhält, zahlt pro Person 250 Euro.

Welcher Verstoß wie oft vorgekommen ist, dazu habe er keine genauen Daten, sagt Vorsich. Die Polizei, die mit dem Ordnungsamt kontrolliert, sagt, es gebe vor allem Masken- und Abstandsverstöße. Keine Verstöße verzeichnet das Ordnungsamt bei Einzelhändlern: Sie wissen offenbar im zweiten Lockdown besser Bescheid.

Schwerpunkte für Verstöße seien Orte mit viel Betrieb wie der Hauptbahnhof oder die Nordbahntrasse. Der Ordnungsdienst könne angesichts der dünnen Personaldecke darüber hinaus kaum Kontrollgänge machen. An den Weihnachtstagen werde das Ordnungsamt nicht kontrollieren.

Kämmerer Johannes Slawig hatte zuletzt bereits erklärt, dass er keine Möglichkeiten sehe, den Ordnungsdienst kurzfristig aufzustocken. Mitarbeiter müssten eine drei Jahre dauernde Ausbildung absolvieren, sie nähmen hoheitliche Aufgaben wahr. Das könnten angelernte Aushilfen nicht übernehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Den Panorama-Radweg geführt erkunden
Den Panorama-Radweg geführt erkunden
Den Panorama-Radweg geführt erkunden
Peter König ist traurig, wenn er die Altstadt sieht
Peter König ist traurig, wenn er die Altstadt sieht
Peter König ist traurig, wenn er die Altstadt sieht
Uni verabschiedet Talent-Stipendiaten
Uni verabschiedet Talent-Stipendiaten
Uni verabschiedet Talent-Stipendiaten
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude
Fenster fliegen aus einem Wuppertaler Gebäude

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare