Theateraufführung in Wuppertal

Per Thriller kommt Stalking auf die Bühne

Szene aus der Aufführung des Thillers. Foto: Andreas Fischer
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Szene aus der Aufführung des Thillers.

„Dein Leben gehört mir“ von Autor Can Fischer wird im Taltontheater in Wuppertal gezeigt.

Von Elisa Krooß

Wuppertal. Die meisten Menschen kennen die Schmetterlinge im Bauch, wenn sie gerade einen potenziellen Partner kennenlernen. Wie schnell sich dieses aufregende Gefühl in Angst und Schrecken verwandeln kann, zeigt die Inszenierung von Benjamin Breutel des Theaterstücks „Stalking – Dein Leben gehört mir“ (Theaterthriller von Can Fischer, nach dem Drehbuch von Kristin Derfler) im Taltontheater an der Wiesenstraße.

Protagonistin Marie lernt den überaus charmanten Hannes im Theater kennen. Er scheint der perfekte Mann für die junge Ärztin zu sein: gut aussehend, aufmerksam, überaus zuvorkommend und zudem zur Abwechslung nicht verheiratet.

Doch nach einiger Zeit fallen Marie immer wieder Kleinigkeiten auf, die einfach nicht zu passen scheinen. Erst weicht er ihr tagelang nicht von der Seite und gibt sich die größte Mühe, doch im nächsten Moment scheint er spurlos verschwunden, meldet sich tagelang nicht und erfindet dubiose Ausreden, die Marie ein unangenehmes Gefühl geben.

Alle wichtigen Charaktere befinden sich zu jeder Zeit auf der Bühne

Nachdem Hannes bei ihrer Arbeit auftaucht, sie bloßstellt und ihren Chef beleidigt, ist für sie eine Grenze überschritten. Marie trennt sich von Hannes, im Beisein ihrer besten Freundin Sandra – er nimmt diesen Schlussstrich alles andere als gut auf. Zuerst ist Marie erleichtert, da sie nun endlich wieder aufatmen kann. Doch schnell wird klar, dass das Unheil gerade erst begonnen hat.

„Bereits in der vorletzten Spielzeit hatten wir uns an das Thema Thriller im Theater gewagt. Das fanden wir so spannend, dass wir es dieses Mal erneut versucht haben“, erklärt Regisseur Benjamin Breutel. „Die Inszenierung von ,Dein Leben gehört mir‘ fand ich so spannend, dass ich mich intensiv mit der für mich neuen Thematik Stalking beschäftigt habe“, führt er weiter aus.

Ihm war besonders wichtig, dass sich alle Charaktere (Marie, Hannes, Sandra, Nicole und die Polizeikommissarin) zu jeder Zeit auf der Bühne befinden und die jeweiligen Szenen beobachten. „Selbst, wenn man nicht das Opfer ist, jeder sieht zu, wie es passiert“, berichtet Breutel.

Für ihn lautete die Schlüsselfrage: „Woher bekommt Hannes seine Macht?“ Es ist die Ohnmacht seiner Opfer, die seine Manipulation und Aggressivität einfach über sich ergehen lassen. Doch Marie ist kein einfacher Fall, sie wehrt sich vehement gegen seine Spielchen und versucht, ihn zu entlarven.

Ein emotionales Stück voller Wendungen, das besonders für Krimi-Liebhaber geeignet ist. Drei Monate hat die Vorbereitung gedauert und das Ergebnis hatte am 29. Januar Premiere. Interessierte können bis zum Ende der Spielzeit das Stück ansehen. Weitere Termine: Samstag, 19. Februar, 20 Uhr, und Sonntag, 20. Februar, 18 Uhr – weitere in Planung.

www.taltontheater.de

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