Wuppertaler Nordstadt

Feuerwehr rettet Bewohner aus brennendem Mehrfamilienhaus

Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.
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Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.

Einsatzkräfte können junge Familie in letzter Sekunde vor den Flammen retten. Anfahrt der Feuerwehr wird teilweise durch falsch abgestellte Autos in der engen Nordstadt behindert.

Wuppertal. Zahlreiche Notrufe haben am Montagabend gegen 20.40 Uhr die Wuppertaler Feuerwehr erreicht. Während einige Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Bandstraße einen Kellerbrand meldeten, berichteten andere von einem ausgedehnten Dachstuhlbrand.

Als die Feuerwehr in der Wuppertaler Nordstadt eintraf, stand das Gebäude vollständig in Flammen, aus allen Wohneinheiten drang dichter Brandrauch. Im Obergeschoss stand eine junge Familie am Fenster und hielt einen Säugling in ihrer Verzweiflung bereits aus dem Fenster. Die Familie war kurz davor, sich durch einen Sprung aus der zweiten Etage zu retten, wie Feuerwehrsprecher Tim Luhmann erklärte.

Unmittelbar begannen die Einsatzkräfte mit der Menschenrettung der Familie mithilfe einer Drehleiter. Parallel brachten Feuerwehrleute ein Sprungpolster unter dem Fenster in Stellung. Nur Sekunden nachdem die Familie sich im Korb der Drehleiter befand, zündete die Etage durch und meterhohe Flammen schlugen aus dem Fenster, an dem zuvor die Familie gestanden hatte.

Feuerwehr suchte im Gebäude nach Vermissten

Wie Luhmann weiter schilderte, war insbesondere in der frühen Einsatzphase die enorme Brandausbreitung erkennbar. So brannte das hölzerne Treppenhaus ebenso wie auf Vorder- und Rückseite das gesamte Mehrfamilienhaus. Ein Begehen des Treppenhauses war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Über tragbare Leitern verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang in das 1. OG, über zwei Drehleitern Zuwegungen in die oberen Etagen.

Kurzzeitig durchsuchten mehrere Trupps unter Atemschutz die Wohnungen nach Vermissten, konnten jedoch keine Mieter mehr antreffen. Da es gleich mehrfach zu Rauchgasdurchzündungen in dem Gebäude kam, wurde der Innenangriff dann abgebrochen. Im 2. OG konnte sich ein Löschtrupp nur knapp in die Drehleiter zurückziehen bevor auch aus diesem Fenster wieder Flammen schlugen, die Jacke eines Feuerwehrmannes qualmte bereits, als er den Drehleiterkorb erreichte.

Trotz des massiven Löschangriffs von mehreren Seiten, schlugen auch zwei Stunden nach Einsatzbeginn immer wieder Flammen aus dem Gebäude. 

Die Anfahrt der Einsatzkräfte hatte sich teilweise schwierig gestaltet, weil viele Fahrzeuge in Halteverboten oder Kurvenbereichen standen. Das verzögerte die Anfahrt einiger Einsatzfahrzeuge.

Ein weiteres Problem stellten zugeparkte Hydranten dar. Lediglich ein einziger Unterflurhydrant im Nahbereich des Brandortes war frei zugänglich, zur Wasserversorgung mussten lange Wegstrecken mit Schläuchen zurückgelegt werden. Für den ersten Löschangriff nutzten die Retter das Löschwasser aus den Löschfahrzeugen bis diese Tanks jedoch zunächst leer waren.

Neben sämtlichen Kräften der Wuppertaler Berufsfeuerwehr waren zahlreiche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr in Wuppertal im Einsatz.

Nach rund vier Stunden hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle, müssen aber weitergehende umfangreiche Nachlöscharbeiten durchführen. Die verwaisten Feuerwachen der Berufsfeuerwehr wurden durch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr nachbesetzt. to

Hier gibt es weitere Blaulicht-Meldungen aus der Region

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