Verkehr in Wuppertal     

Laurentiusplatz: Politik stimmt für autofreien Abschnitt

Die Bezirksvertretung Elberfeld hat den Plänen, den Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Laurentiusstraße und Auer Schulstraße für Autos und Lkw zu sperren, zugestimmt.
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Die Bezirksvertretung Elberfeld hat den Plänen, den Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Laurentiusstraße und Auer Schulstraße für Autos und Lkw zu sperren, zugestimmt.

Ein gut 85 Meter langer Bereich der Friedrich-Ebert-Straße wird für Autos und Lkw gesperrt - zunächst testweise für ein Jahr.   

Von Manuel Praest und Martin Lindner

Wuppertal. Die Bezirksvertretung Elberfeld hat am Mittwochabend den Plänen, den Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Laurentiusstraße und Auer Schulstraße für Autos und Lkw zu sperren, mit großer Mehrheit zugestimmt. In Kürze soll der Beschluss umgesetzt werden – zunächst für ein Jahr. Radverkehr in Schrittgeschwindigkeit bleibt erlaubt. Die Testphase wird begleitet, auch von Ordnungsamt und Polizei, hieß es in der Sitzung. Die Bürger werden beteiligt, auch die Politik soll über die Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden. Damit die Sperrung durchgesetzt werden kann, muss auch der Verkehr in den anderen Straßen neu geordnet werden. In den vergangenen Monaten hatte es kontroverse Diskussionen zu dem Thema gegeben. 

In der vergangenen Woche waren die Pläne in der Stadtbibliothek noch einmal öffentlich vorgestellt worden. Geplant ist konkret, dass die Laurentiusstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Aue „gedreht“ wird, also in gegenwärtiger Richtung verläuft. Somit wird der Verkehr aus Richtung Osten – von der Kasinostraße, Neumarktstraße kommend – nach links in die Laurentiusstraße abgeleitet. Da die Laurentiusstraße derzeit als Einbahnstraße in nördlicher Richtung – zur Luisenstraße hin – gekennzeichnet ist, müsste die Fahrtrichtung entgegengesetzt verlaufen.

Durchfahrt über die Luisenstraße wird gesperrt

Im Einmündungsbereich Laurentiusstraße/Aue soll eine Vorfahrtsregelung durch Stopp-Schild vorgegeben werden. Auch der Abschnitt der Auer Schulstraße zwischen Aue und Friedrich-Ebert-Straße wird „gedreht“, in Richtung Norden, sodass Autofahrer wieder auf die Friedrich-Ebert-Straße auffahren können. Das Einbiegen von Fahrzeugen bis zu zehn Metern Länge wird laut Verwaltung „geringfügige bauliche Anpassungen“ erfordern.

Um zu verhindern, dass die Fahrzeuge von der Friedrich-Ebert-Straße kommend nach rechts Richtung Luisenstraße fahren und nördlich, hinter der Basilika, die Kurve nehmen, wird die dortige Durchfahrt für den motorisierten Verkehr ebenfalls gesperrt. Die vom Grünewalder Berg kommenden Fahrzeuge würden das Luisenviertel in geänderter Verkehrsführung in Fahrtrichtung Osten (Kasinostraße) verlassen können, ohne den Verkehr im Luisenviertel zusätzlich zu belasten, betonte Frank Schilling, Teamleiter in der Verkehrslenkung bei der Stadt.

Ziel der Maßnahmen sei, so steht es in der Beschlussvorlage der Stadt, eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Bereich des Laurentiusplatzes.

Freie Fahrt für Radverkehr – aber in Schrittgeschwindigkeit

Der Radverkehr wird in dem rund 85 Meter langen Teilabschnitt der Friedrich-Ebert-Straße zugelassen (wobei Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben ist), ebenso in der Luisenstraße nördlich der Basilika wird es grünes Licht für Radfahrer geben. Damit ansässige Gewerbetreibende in der Friedrich-Ebert-Straße bedient werden können, schlägt die Verwaltung vor, das Be- und Entladen montags bis freitags von 6 bis 11 Uhr und samstags von 6 bis 10 Uhr zu erlauben. Eine Ausweitung der Außengastronomie wäre nur auf dem derzeit beparkten südlichen Bereich der Straße möglich, da die Durchfahrt für Anlieger und Rettungswagen gewährleistet sein muss.

Kontroverse Diskussionen gab es in der vergangenen Woche auch, als die Stadt die Pläne in der Stadtbibliothek vorstellte.Kritiker hadern zum Beispiel damit, dass nun Parkplätze wegfallen. Die Verwaltung hat aber immer wieder hervorgehoben, dass es zunächst ein Versuch ist. Bezirksbürgermeister Thomas Kring hatte in der Sitzung am Mittwoch aber auch darauf hingewiesen, dass die IHK eine Umfrage unter ihren Mitgliedern in dem Bereich gemacht hatte - bevor überhaupt Einzelheiten der Planung bekannt waren. Dennoch hatte sich eine Mehrheit für die Sperrung ausgesprochen.

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