Gastronomie

Imbiss-Mitarbeiter fühlt sich vom Ordnungsamt schikaniert

Marcus Sattler ärgert sich über den Einsatz des Ordnungsamtes.
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Marcus Sattler ärgert sich über den Einsatz des Ordnungsamtes.

Während am Werth Stehtische einkassiert wurden, sind sie an anderen Stellen in der Stadt zu sehen. Marcus Sattler vom „Kurry Imbiss“ ärgert das.

Von Tanja Heil

Wuppertal. Marcus Sattler arbeitet im Kurry Imbiss von Katja Faber am Werth und ärgert sich: „Wir halten uns gerne an alle Vorgaben, geben alles, um die Bestimmungen umzusetzen.“ Doch für ihn waren die Bestimmungen nie ganz klar. Vor allem die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen er wie gewohnt Stehtische vor dem Imbiss aufstellen darf, sah er ungeklärt. „Seit Beginn der Corona-Krise haben wir darauf gehofft mal einen Mitarbeiter des Ordnungsamt zu erblicken, Fragen zu stellen und Unklarheiten bezüglich der Hygienerichtlinien zu beseitigen“, sagt Marcus Sattler. Doch lange Zeit sei niemand vorbeigekommen.

Wochenlang hatte der Imbiss die Stehtische drinnen gelassen, die jedoch von den Kunden sehr vermisst wurden. Zunehmend sahen die Betreiber in der Fußgängerzone wieder Stehtische auftauchen. Rundherum machten die Restaurants wieder auf. Deshalb wandte sich Sattler schriftlich an das Ordnungsamt mit der Frage nach der offiziellen Regelung. Deren Antwort lautete: „Nach § 14 der Coronaschutzverordnung in Verbindung mit deren Anlage Hygiene- und Infektionsstandards in der Gastronomie müssen den Gästen zwingend Sitzplätze an Tischen zugewiesen werden, die in bestimmtem Abstand zueinander stehen müssen. Diese Voraussetzung erfüllen Stehtische nicht.“ Sattler empfand diese Formulierung jedoch als „wenig konkret und schwammig“. Der Imbiss stellte daraufhin wieder zwei Stehtische auf den Werth.

Am vergangenen Dienstag tauchten dann Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf. „Leider nicht zu einem aufklärenden Gespräch, vielmehr als Überfallkommando mit Freundlichkeitsdefizit, ohne Vorbildfunktion bezüglich des Hygieneabstands. Auf Tuchfühlung drängte man sich barsch von beiden Seiten an eine gerade bezahlende Kundin, so dass ich erst mal eindringlich auf den Abstand hinweisen musste. Man fragte zunächst nach Kontaktlisten, Desinfektionsplan für die Stehtische und so weiter, bevor man dann mitteilte, dass Stehtische sowieso nicht gestattet und sofort zu entfernen sind“, erzählt Sattler. „Am meisten hat mich das Auftreten der Herren geärgert.“

Außerdem verstehe er nicht, warum er und seine Nachbarn am Werth alle Stehtische entfernen mussten, er aber am gleichen Tag weiter entfernt in Wuppertal an verschiedenen Stellen Stehtische vor Betrieben sah. „Ich weiß nicht, mit welchem Maß die messen.“

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